Hat schon mal ein 3. Ligist den DFB-Pokal gewonnen?

Lesedauer: 4 MinAktualisiert: 24. Mai 2025 19:52

Kurz gesagt: Ja, das gab’s tatsächlich. Zwar ist es extrem selten, aber die Sensation ist einmal gelungen – und genau das macht den DFB-Pokal so besonders. Ein Turnier, in dem selbst Underdogs auf einmal die Großen ärgern dürfen. Wer glaubt, dass kleine Clubs nie eine Chance haben, wird hier eines Besseren belehrt. 🏆

Wann schaffte ein Drittligist den ganz großen Wurf?

Die bislang größte Überraschung ereignete sich in der Saison 1991/92, als Hannover 96 den Pokal holte – damals als Zweitligist, aber das zeigt: Außenseiter-Triumphe sind keine Fantasie. Ein echtes Beispiel für „David gegen Goliath“.

Doch es kommt noch besser: In der Saison 1992/93 stand Hertha BSC II, die Amateure des Hauptstadtklubs, im Finale. Das war zwar nicht die 3. Liga, sondern die Regionalliga – aber noch niedrigerklassig! Auch wenn sie knapp verloren, war das ein einmaliger Lauf ins Finale. Für die heutige 3. Liga war das ein wichtiges Zeichen: Auch tief aus dem Unterhaus ist ein Durchmarsch möglich.

Wie weit kamen 3.-Ligisten im DFB-Pokal?

Zugegeben, den Titel selbst hat noch kein offizieller Drittligist seit der Einführung der 3. Liga (2008) gewonnen. Aber: Der 1. FC Saarbrücken schaffte es 2019/20 ins Halbfinale – als allererster Drittligist überhaupt. Und das mit einem Kader, der nominell weit schwächer war als die Konkurrenz. Der Weg dorthin war filmreif: Siege gegen Köln, Karlsruhe und Düsseldorf, alles höherklassige Teams.

Und es bleibt nicht bei diesem einen Beispiel: Jahn Regensburg, Rot-Weiss Essen, Kickers Offenbach – sie alle haben in verschiedenen Jahren Bundesligisten rausgeworfen. Es ist also nicht die Regel, aber auch keineswegs unmöglich.

Warum sind Drittligisten im Pokal gefährlich?

Ganz einfach: Sie haben nichts zu verlieren – und genau das macht sie so gefährlich. Während die Bundesligisten unter Druck stehen, spielen die Drittligisten frei auf. Manchmal auf tiefem Rasen, manchmal mit der Wucht der eigenen Fans im Rücken. Und dann wird selbst ein Champions-League-Teilnehmer nervös. Ein Beispiel gefällig? 2010 kegelte Offenbach den Hamburger SV raus – und das mit purer Leidenschaft.

Wie realistisch ist ein Pokalsieg für einen Drittligisten?

Ehrlich gesagt: Sehr unwahrscheinlich, aber nie ganz ausgeschlossen. Die Statistik spricht klar gegen einen Titelgewinn durch einen Klub aus Liga drei. Der Qualitätsunterschied ist enorm. Doch der Pokal hat eigene Gesetze, wie es so schön heißt – und jeder Sieg bringt neues Selbstbewusstsein. Wenn dann noch Losglück, Teamgeist und ein überragender Torwart dazukommen, ist vieles möglich.

Welche Voraussetzungen braucht ein 3.-Ligist für den DFB-Pokal-Triumph?

Neben sportlicher Klasse zählen besonders: ein eingespieltes Team, taktisches Geschick und mentaler Fokus. Der Pokal ist kein Sprint, sondern ein K.o.-Marathon. Und natürlich braucht es das gewisse Quäntchen Glück. Ein Heimspiel gegen ein müdes Topteam mitten in der englischen Woche kann Wunder wirken. Die Fans lieben diese Underdog-Geschichten – und manchmal, nur manchmal, wird ein Märchen wahr.

Welche Rolle spielt die Motivation?

Eine riesige! Während Erstligisten den Pokal oft als Nebenschauplatz sehen, bedeutet er für Drittligisten oft das Spiel des Jahres. Allein die Aussicht auf ein volles Stadion, Medienpräsenz und zusätzliche Einnahmen pusht die Mannschaft enorm. Manchmal reicht genau das, um über sich hinauszuwachsen.

Gibt es Beispiele aus dem Ausland?

Na klar! In England gewann 2013 Wigan Athletic den FA Cup – und stieg gleichzeitig aus der Premier League ab. In Frankreich kam Calais RUFC, ein Viertligist, 2000 ins Finale. Auch im Ausland sind Pokalwunder keine Seltenheit. Der Fußball lebt von solchen Geschichten – und der DFB-Pokal ist da keine Ausnahme.

Und was bedeutet das für die Fans?

Alles! Der DFB-Pokal bietet kleinen Klubs eine Bühne, von der sie sonst nur träumen. Für die Fans ist jedes Weiterkommen ein Fest, ein emotionaler Ausnahmezustand. Es geht um Stolz, Geschichte – und manchmal darum, etwas zu erleben, das ein Leben lang im Gedächtnis bleibt. Ein Pokalsieg durch einen Drittligisten wäre das ultimative Fußballmärchen. Und wer weiß? Vielleicht ist es schon bald wieder soweit. 😉

FAQ

Wie weit kam der 1. FC Saarbrücken im Pokal?
Bis ins Halbfinale der Saison 2019/20 – als erster Drittligist überhaupt.

Hat ein 3. Ligist den DFB-Pokal je gewonnen?
Nein, bisher nicht. Aber es gab starke Läufe bis ins Halbfinale.

Welche Amateure standen im Pokalfinale?
Hertha BSC II 1993 – damals sogar als Regionalligist.

Wie oft war ein Drittligist im Viertelfinale?
Mehrmals, u.a. Rot-Weiss Essen (2021) und Saarbrücken (2020).

Ist ein DFB-Pokal-Sieg für Drittligisten realistisch?
Sehr unwahrscheinlich, aber theoretisch möglich – vor allem mit etwas Losglück.

Warum sind Drittligisten für Bundesligisten gefährlich?
Weil sie mit Leidenschaft, Heimvorteil und ohne Druck spielen können.

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Guido Marquardt

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Melanie Weissberger

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Johannes Breitenreiter

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Sina Eschweiler

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