Online-Zahlungsdienste: die Zahlungsvermittler der digitalen Zeit

Online-Zahlungsdienste: die Zahlungsvermittler der digitalen Zeit.

Online-Shopping ist heute für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit. Von Kleidung über Reisetickets bis hin zu Lebensmittel gibt es kaum etwas, was nicht im Internet verkauft werden kann. Dieser Trend hat auch die Zahlungsgewohnheiten der Durchschnittsbürger verändert. Statt Kreditkarte und Bankeinzug bevorzugen sie vermehrt Online-Zahlungsdienste, die als digitale Zahlungsvermittler zwischen Kunden und Händler agieren. Hier sind die populärsten Alternativen im Überblick. 

PayPal 

Pionier in Sachen digitaler Zahlungsverkehr ist PayPal. Der erfolgreiche Online-Zahlungsdienst, der 1998 in den USA ins Leben gerufen wurde, lockte zahlreiche Menschen in den digitalen Finanzmarkt und ebnete gleichzeitig anderen digitalen Zahlungsdiensten den Weg zum Erfolg. Der größte Vorteil des Unternehmens ist seine große Reichweite. Zahlreiche Online-Shops greifen auf den Zahlungsdienst zurück, da er sowohl bei Händlern als auch bei Käufern weltweit einen guten Ruf genießt, hohen Käuferschutz gewährt sowie einen kompetenten Kundendienst garantiert. Darüber hinaus sind mit PayPal inzwischen Ratenzahlungen sowie verzögertes Bezahlen möglich. Während die Händler sofort ihr Geld erhalten, haben die Kunden die Auswahl zwischen 3, 6, 12 und 24 Monatsraten sowie Bezahlung nach 30 Tagen. Seit einigen Jahren hat das Unternehmen außerdem einen neuen Weg eingeschlagen und die Zusammenarbeit mit anderen digitalen Zahlungsdiensten gestartet. Aktuell lässt sich das PayPal-Konto mit Google Pay verbinden. Mit Sicherheit werden in den folgenden Jahren weitere Kooperationen folgen. 

Klarna

Eine weitere Option für Käufer und Händler auf dem Finanzmarkt ist der schwedische Online-Zahlungsdienst Klarna. Er wurde 2005 gegründet und weitete seine Dienste 2008 auf die internationale Ebene aus. Das Unternehmen hat wie PayPal eine große Reichweite: Es zählt inzwischen 147 Millionen aktive Nutzer und mehr als 200 000 Onlinehändler. Klarna gestattet seinen Kunden Teil- und Ratenkauf bis zu 36 monatlichen Ratenzahlungen sowie Zahlungen auf Rechnung, auch wenn der Online-Shop diese nicht anbietet. Egal für welche Zahlungsart sich der Käufer entscheidet, der Händler erhält sofort sein Geld. Zudem übernahm das Unternehmen 2014 das digitale Zahlungssystem Sofortüberweisung von dem deutschen Start-up Sofort GmbH. Seitdem sind mit Klarna auch Einkäufe über eine sichere Verbindung direkt per Online-Banking möglich. 

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Online-Zahlungsdienste mit physischer Prepaidkarte

Eine gern angenommene Alternative zum PayPal und Klarna sind Online-Zahlungsdienste mit Prepaidkarte. Diese bieten ihren Kunden zusätzlich zum digitalen Zahlungsverkehr eine physische Karte, über die Zahlungen und Einkäufe durchgeführt werden können. Dabei haben die Prepaidkarten keine Kreditfunktion. Die Zahlungen werden direkt über das digitale Konto ausgeführt. Eine besondere Erwähnung verdient hier paysafecard, die als reine Guthabenkarte vertrieben wird. Der Kunde kann sie gegen Bargeld einkaufen und ohne die Eingabe der persönlichen Informationen im Netz shoppen gehen. Diese Form des Zahlungsdienstes hat nicht die gleiche Reichweite wie PayPal. Allerdings genießt er eine hohe Popularität in der Gaming-Branche. Während beliebte Spiele wie Minecraft, League of Legends und Final Fantasy mit paysafecard kooperieren, unterstützt der Anbieter PokerStars neben paysafecard die digitalen Dienste von Skrill und Neteller, um Gelegenheitsspielern sowie Profis das schnelle Ein- und Auszahlen in Pokerräumen zu ermöglichen. Auch erfolgreiche deutsche Spielehersteller mit Jahresumsätzen in Millionenhöhe wie Bigpointund Gamigo bieten Gamern Online-Zahlungsdienste mit Prepaid-Karten als Zahlungsmethode an.

Online-Zahlungsdienste der Tech-Größen

Auch die Tech-Größen Amazon, Google und Apple haben den Einstieg in den Markt für digitale Zahlungsdienste gewagt. Amazon startete seinen Online-Dienst 2007, Google 2011 und Apple 2014. Diese Angebote sprechen in erster Linie die eigenen Kunden der Tech-Unternehmen an. Wer sich für diese Zahlungsdienste interessiert, muss also ein Konto des jeweiligen Unternehmens bereits führen oder eröffnen. Während Amazon Pay seine Kunden mit einer großen Reichweite überzeugt, garantieren Google Pay und Apple Pay besonders schnelle Zahlungen über die NFC-Technologie. Obwohl die Tech-Größen im Vergleich zu PayPal relativ spät in ein digitales Bezahlsystem investierten und demzufolge den Markt verspätet betraten, genießen sie dank ihrer früheren Erfolge als Technologieunternehmen das Vertrauen der Menschen und vergrößern von Jahr zu Jahr ihre Nutzerzahlen. 

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Fazit ist, dass sich im digitalen Zeitalter das Online-Shopping zu einer alltäglichen Aktivität entwickelt hat. Die vielfältigen Online-Zahlungsdienste auf dem Markt erleichtern hierbei den digitalen Einkaufsprozess. PayPal, Klarna und Amazon Pay trumpfen mit einer großen Reichweite, während die Online-Zahlungsdienste von Apple und Google schnellen Geldtransfer mit NFC versprechen. Alternativen mit Prepaidkarte hingegen garantieren bei Ein- und Auszahlungen den Komfort einer physischen Karte.

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