Wie halte ich Kaninchen richtig?

Wie halte ich Kaninchen richtig?

Sie gehören zu den beliebtesten Haustieren Deutschlands: Die Kaninchen erfreuen Klein und Groß. Doch während diese bis heute häufig als anspruchslose Spielgefährten vermarktet werden, handelt es sich eigentlich um Fluchttiere, für die das Heben und Tragen gefährliche Konsequenzen bereithalten kann. Darüber hinaus leiden viele Kaninchen an Einsamkeit und erkranken häufig.

Mit den richtigen Tipps und Tricks gelingt es Tierhaltern jedoch im Handumdrehen, eine artgerechte Haltung zu verfolgen und dem neuen Familienmitglied ein langes und friedvolles Leben im heimischen Garten oder der eigenen Wohnung zu ermöglichen. Doch welche Punkte sollten Kaninchenhalter berücksichtigen?

5 hilfreiche Tipps für die Haltung von Kaninchen

Kaninchen gelten als fröhliche Tiere, die gerne Tricks erlernen. Sie heitern jeden noch so missgelaunten Tierhalter auf und überzeugen durch eine zuckersüße Art.

Um die Gesundheit des Tieres zu erhalten, sollten Kaninchenhalter einige wichtige Tipps beachten. Im Idealfall stellen diese ein großes Außengehege für Kaninchen bereit und säubern das Gehege regelmäßig gründlich.

Doch was gibt es darüber hinaus zu berücksichtigen? Wir liefern 5 wertvolle Tipps!

Tipp 1: Kaninchen in Gruppen halten

Bei Kaninchen handelt es sich um soziale Kleintiere, die viel Auslauf benötigen und beschäftigt werden möchten. Die Gruppentiere bevorzugen den Kontakt zu Artgenossen, mit denen sie kommunizieren und sozial agieren.

Aus diesem Grund sollte ein Kaninchen nie einzeln gehalten werden. Auch ein Meerschweinchen eignet sich nicht als Weggefährte. Denn Kaninchen benötigen den Kontakt zu Artgenossen und können sogar eine Gefahr für Meerschweinchen darstellen.

Deswegen sollten Tierhalter ihrem Kaninchen mindestens ein weiteres Kaninchen zur Verfügung stellen. Fallen die Lebensbedingungen gut aus und kann das Kaninchen in Kontakt mit Artgenossen treten, kann das Tier ein Alter von circa 10 Jahren erreichen.

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Ein Tipp: Um Nachwuchs zu verhindern, sollten die männlichen Tiere kastriert werden.

Tipp 2: sichere und ausreichend große Gehege bereitstellen

Häufig werden Kaninchen in kleinen Käfigen gehalten. Allerdings benötigen die kleinen Nager viel Platz und Auslauf.

Aus diesem Grund sollten Tierhalter ihren Kaninchen große Gehege zur Verfügung stellen, in denen sich die Kleintiere bewegen können. Diese benötigen nämlich Platz, um Löcher zu buddeln, zu rennen und Haken zu schlagen.

Die Gehege können sich im Garten oder in der Wohnung befinden. Mindestens einmal pro Tag sollte das Kaninchen das Gehege verlassen können.

Tipp 3: Wohnungskaninchen beschäftigen

Zugegeben: Wer den ersten Urlaubstag in der eigenen Wohnung verbringt, freut sich über die ruhige Atmosphäre und das gemütliche Ambiente. Spätestens am zweiten Tag zieht es uns allerdings in die Stadt oder den nächstgelegenen Park. Wir unternehmen etwas mit Freunden oder Familienangehörigen und setzen uns neuen Reizen aus.

Auch Kaninchen benötigen Abwechslung. Insbesondere Wohnungskaninchen sollten deswegen über ein interessant gestaltetes Kaninchengehege verfügen. Hier sollten sich die kleinen Tiere täglich verausgaben können.

Wichtig ist, dass die Tiere im Gehege keinen Zugriff auf Stromkabel, Kunststoffgegenstände, Tapeten oder Pflanzen erhalten. Denn diese können angeknabbert werden und gesundheitliche Beschwerden auslösen. Bei Stromkabeln besteht zudem eine erhöhte Gefahr, dass das Kaninchen einen Stromschlag erleidet.

Im Gehege befindet sich im Idealfall ein Katzenklo. Hier können die Kaninchen ihr Geschäft verrichten, sodass die Fläche des Geheges nicht mit dem Kot bedeckt wird. Das Katzenklo sollte mit Kaninchenstreu gefüllt werden. Katzenstreu kann nicht verwendet werden.

Tipp 4: Schutzräume im Garten einrichten

Kaninchen, die in einem Außengehege leben, profitieren von einer höheren Lebensqualität. Damit sich die Haustiere auch hier ausreichend beschäftigen können, sollte das Gehege im Garten Spielmöglichkeiten enthalten.

Außerdem sollten sich die Fluchttiere bei Bedarf in Schutzräume wie Höhlen zurückziehen können. Diese suchen die Kaninchen auf, wenn beispielsweise Greifvögel über dem Gehege kreisen. Wildkaninchen graben in diesem Fall eine Höhle in den Boden. Verantwortungsvolle Halter bieten ihren Tieren eine Alternative an und halten überdachte Rückzugsorte bereit, die als Nacht- oder Winterquartier dienen und Schutz bieten.

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Doch Vorsicht! In Außengehegen besteht die Gefahr, dass die Kaninchen tiefe Höhlen graben und sich befreien. Das Gehege sollte entsprechend ausgestattet werden. Obendrein ist zu verhindern, dass sich Feinde wie Marder oder Füchse Zugang zum Gehege verschaffen können.

Tipp 5: ein Hochheben und Tragen der Kaninchen vermeiden

Die niedlichen Kaninchen erinnern an flauschige Kuscheltiere. Doch die kleinen Haustiere sollten Kinder und Erwachsene nur im Notfall hochheben. Denn die Fluchttiere reagieren gestresst auf das Anheben und versuchen unter Umständen, sich strampelnd zu befreien. In diesem Moment kann die Wirbelsäule Schäden davontragen oder sogar brechen.

Sollten Halter das Kaninchen doch einmal hochheben müssen, sollten diese das Haustier nicht mit einer Hand unter dem Bauch oder an den Ohren greifen. Stattdessen gilt es, den Brustkorb des Tieres mit den Händen zu umfassen. Die Hinterbeine sollte das Tier abstützen können.

Das Fazit – Kaninchen artgerecht halten

Die langen, schmalen Ohren, der kurze Schwanz und das samtige Fell machen Kaninchen zu einem beliebten Haustier. Am liebsten leben diese in kleinen Gruppen. Weiterhin ist es von Vorteil, die kleinen Nager in einem großen Außengehege zu halten, das Beschäftigungsmöglichkeiten bereithält und sichere Rückzugsorte bietet. Aber auch eine Haltung in der Wohnung ist möglich.

Von Bedeutung ist, dass die Gehege die Tiere vor äußeren Gefahren wie Stromleitungen oder Fressfeinden schützen. Wer das Kaninchen hochheben muss, kann dieses unter dem Brustkorb greifen und dafür sorgen, dass sich das Tier mit seinen Hinterbeinen abstützen kann.

Foto. scym auf pixabay.com: Kaninchen Meerschweinchen Haustier – Kostenloses Foto auf Pixabay – Pixabay

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