Interpretation des Gedichtes: „Bimbam Bumm“

“Interpretation des Gedichtes: „Bimbam Bumm“ lauten die Zeilen dieses Beitrags aus dem Bereich “Lyrik und Poesie”. Der folgende Beitrag stammt von Helmut Voigt, der im Jahr 2017 verstorben ist und zahlreiche Gedichte, Kurzgeschichten sowie nachdenkliche Texte hinterlassen hat, die wir gerne veröffentlichen.

Interpretation des Gedichtes: „Bimbam Bumm“

Bimbam Bumm,
der Jäger legt den Vogel um,
der Ast erschlägt den Jäger.
Wumm!
Dieda dumm.
Was will uns der Dichter in diesem fröhlichen Vers sagen?
Das Bimbam könnte noch an ein Glockengeläut erinnern,
aber warum folgt ein Bumm? In der nächsten Zeile erfahren
wir es: der Jäger legt den Vogel um. Ein tragisches Schicksal!
Doch warum gerade einen Vogel? (Hat der Autor vielleicht einen Vogel?)

Nun, jedenfalls lässt der Dichter, wohl um den Leser von seiner Betroffenheit
zu befreien, schon bald den Jäger den Bannstrahl der Rache spüren:
der Ast erschlägt den Jäger. Wumm! Wo kommt der Ast plötzlich her?
Vermutlich von oben, doch handelt es sich hier um das Eingreifen höherer Mächte?

Wir wissen es nicht, doch zumindest scheint es sich um die typische Beschreibung
des einsamen Jägers, im Kampf mit der Natur zu handeln, die, wenn sie verletzt wird,
grausam Rache nimmt. Sollte der Schuss des Jägers vielleicht, außer dem Vogel, auch noch
den Ast gestreift haben? Dann würde der Jäger zu einer tragisch-komischen Figur.

Zum Abschluss seiner vollendeten Dichtung fällt dem Poeten noch die Zeile “Dieda
dumm” ein. Auf den ersten Blick scheint es sich um den Gesang eines frohlockenden
Wanderers zu handeln. Sieht man jedoch genauer hin, kann man auch eine Anspielung auf
die Dummheit des Vogels oder des Jägers erkennen: “die da sind dumm”! Oder handelt es
gar um eine hintergründige Attacke auf die Lesergemeinde? Zumindest regen diese Worte
den Leser entweder auf, oder zum Nachdenken an, so dass der Vers Gesprächsstoff für eine
abendfüllende Unterhaltung liefert.

Lesetipp:  Sauhunde

Um den künstlerischen Rang dieses Gedichtes ausreichend zu würdigen, sollte man
bedenken, in welcher spielerischen Weise der Dichter mit den Worten ”

Dieda dumm”,
Sprachform und Thema des Nibelungenliedes aufnimmt und sie mit der modernen Dichtung
des Dadaismus verknüpft. So schlägt dieses lyrische Kleinkunstwerk eine Brücke von der
Tradition und Geschichte zur Gegenwart.
Rezension: Helmut Häschen

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