Google hat diese App nicht überprüft

Lesedauer: 3 MinAktualisiert: 13. März 2025 13:04

Man öffnet eine neue App, eine Fehlermeldung erscheint: „Google hat diese App nicht überprüft.“ Und dann? Kurz durchatmen – es gibt Lösungen. Diese Meldung bedeutet nicht automatisch, dass die App gefährlich ist, aber sie zeigt, dass Google sie (noch) nicht offiziell geprüft hat. Das kann mehrere Gründe haben. Vielleicht ist die App brandneu, vielleicht wurde sie von einem kleineren Entwicklerteam erstellt oder sie nutzt bestimmte Google-Dienste, die eine zusätzliche Verifizierung erfordern. Doch was bedeutet das für dich als Nutzer? Solltest du sie trotzdem verwenden oder lieber Abstand nehmen?

Warum erscheint die Meldung?

Google schützt seine Nutzer vor potenziell unsicheren Apps. Wenn eine Anwendung externe Google-Dienste verwendet – zum Beispiel dein Google-Konto – dann muss sie eine Sicherheitsprüfung durchlaufen. Falls die Entwickler diesen Schritt noch nicht abgeschlossen haben oder sich dagegen entschieden haben, erscheint die Warnung. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die App schädlich ist. Aber es bedeutet, dass du vorsichtig sein solltest.

Ein Beispiel: Stell dir vor, du installierst eine neue App, die dein Google Drive verwalten will. Ohne Prüfung könnte sie theoretisch auf all deine Dateien zugreifen – im schlimmsten Fall unbemerkt. Deshalb weist Google dich darauf hin. Doch nicht jede App ohne Prüfung ist gleich böse. Manche sind einfach nur in der Testphase oder wurden von unabhängigen Entwicklern veröffentlicht, die sich nicht mit dem Google-Überprüfungsprozess herumschlagen wollen.

Ist die App sicher oder nicht?

Gute Frage! Die kurze Antwort: Es kommt darauf an. Aber du kannst ein paar Punkte checken:

  • Herkunft: Ist die App aus dem offiziellen Google Play Store oder wurde sie über eine andere Quelle installiert?
  • Entwickler: Ist der Entwickler bekannt und vertrauenswürdig? Viele Apps von renommierten Firmen oder Open-Source-Projekten sind sicher, auch wenn Google sie nicht überprüft hat.
  • Berechtigungen: Fordert die App nur die Berechtigungen an, die sie wirklich benötigt? Eine Taschenlampen-App, die Zugriff auf deine Kontakte möchte, wäre verdächtig.
  • Bewertungen und Foren: Schau nach, was andere Nutzer sagen. Gibt es Beschwerden über Datenmissbrauch oder Probleme?

Falls du die App unbedingt brauchst, aber unsicher bist, kannst du sie zuerst auf einem Zweitgerät oder in einer virtuellen Umgebung testen.

Wie kann man die Warnung umgehen?

Falls du sicher bist, dass die App harmlos ist, gibt es eine Möglichkeit, die Warnung zu umgehen. Meist gibt es in der Meldung einen kleinen Link mit „Erweitert“ oder „Trotzdem fortfahren“. Doch Vorsicht: Damit übernimmst du die volle Verantwortung.

Wenn du Entwickler bist und möchtest, dass deine App die Google-Warnung nicht mehr anzeigt, dann solltest du den OAuth-Sicherheitsüberprüfungsprozess durchlaufen. Das kann allerdings einige Zeit dauern und erfordert bestimmte Nachweise über die Sicherheit der App.

Alternativen zu nicht überprüften Apps

Falls dir die Warnung zu riskant erscheint, kannst du nach Alternativen suchen:

  • Gibt es eine ähnliche App, die von Google überprüft wurde?
  • Gibt es eine offizielle Version in Google Play?
  • Bietet der Anbieter eine Web-App als Alternative?

Manchmal reicht auch eine direkte Nachfrage beim Entwickler. Gerade bei kleineren Apps sind die Macher oft bereit, Details zur Sicherheit zu erklären.

Fazit: Risiko oder nur eine Formalität?

Die Warnung „Google hat diese App nicht überprüft“ ist nicht automatisch ein rotes Tuch. Sie bedeutet nur, dass du genauer hinschauen solltest. In vielen Fällen handelt es sich um harmlose Apps, die einfach den Google-Überprüfungsprozess nicht durchlaufen haben. Aber bei verdächtigen Apps – insbesondere solchen, die ungewöhnliche Berechtigungen verlangen oder aus unbekannten Quellen stammen – solltest du lieber auf Nummer sicher gehen.

Also, Augen auf bei der App-Wahl! Und wenn du mal unsicher bist, frag dich: Würdest du dieser App wirklich deine privaten Daten anvertrauen? 😊

Checkliste
  • Herkunft: Ist die App aus dem offiziellen Google Play Store oder wurde sie über eine andere Quelle installiert?
  • Entwickler: Ist der Entwickler bekannt und vertrauenswürdig? Viele Apps von renommierten Firmen oder Open-Source-Projekten sind sicher, auch wenn Google sie nicht überprüft hat.
  • Berechtigungen: Fordert die App nur die Berechtigungen an, die sie wirklich benötigt? Eine Taschenlampen-App, die Zugriff auf deine Kontakte möchte, wäre verdächtig.
  • Bewertungen und Foren: Schau nach, was andere Nutzer sagen. Gibt es Beschwerden über Datenmissbrauch oder Probleme?

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