Windows zeigt „Der Remotedesktop kann keine Verbindung herstellen“ – Lösung

Lesedauer: 7 MinAktualisiert: 5. September 2025 09:31

Wenn Windows meldet „Der Remotedesktop kann keine Verbindung herstellen“, steckt oft eine simple Ursache dahinter: Falsche Einstellungen, blockierte Ports oder Netzwerkprobleme. Die gute Nachricht ist: Mit ein paar gezielten Schritten lässt sich das Problem meist schnell beheben.

Was bedeutet diese Fehlermeldung?

Die Meldung erscheint, wenn der Client-PC keine Verbindung zum Zielrechner über das Remote Desktop Protocol (RDP) herstellen kann. Das bedeutet konkret: Entweder der Ziel-PC ist nicht erreichbar, RDP ist nicht aktiviert oder eine Firewall blockiert die Verbindung.

Häufige Ursachen im Überblick

  • Remote Desktop ist auf dem Ziel-PC nicht aktiviert
  • Der PC ist ausgeschaltet oder im Energiesparmodus
  • Die Windows-Firewall oder eine Sicherheitssoftware blockiert den Port 3389
  • Der PC ist über das Netzwerk nicht erreichbar (z. B. durch falsche IP oder Hostnamen)
  • Die Verbindung läuft über VPN, aber die Einstellungen passen nicht
  • Benutzer hat keine Berechtigung für RDP-Zugriff

Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Fehlerbehebung

  1. Remote Desktop aktivieren
    Öffne auf dem Ziel-PC die Systemeinstellungen unter System > Remote Desktop und aktiviere „Remote Desktop zulassen“.
  2. PC erreichbar machen
    Prüfe, ob der Rechner eingeschaltet und nicht im Standby ist. Ein Ping-Test in der Eingabeaufforderung (ping IP-Adresse) zeigt, ob der PC erreichbar ist.
  3. Firewall prüfen
    Stelle sicher, dass die Windows-Firewall oder eine externe Sicherheitssoftware den Port 3389 nicht blockiert. In den Firewall-Einstellungen muss Remote Desktop als Ausnahme aktiviert sein.
  4. IP-Adresse oder Computername kontrollieren
    Nutze am besten die IP-Adresse statt des Computernamens, um Namensauflösungsprobleme auszuschließen.
  5. Benutzerrechte zuweisen
    Unter den Remote-Einstellungen musst du den Benutzer hinzufügen, der Zugriff haben soll. Nur Administratoren oder explizit freigegebene Konten dürfen per RDP zugreifen.
  6. VPN und Netzwerkeinstellungen checken
    Falls du über VPN zugreifst, prüfe, ob das VPN korrekt verbunden ist und ob interne Adressen erreichbar sind.

Tipps für fortgeschrittene Nutzer

  • Mit dem Befehl mstsc /admin kannst du dich direkt als Administrator verbinden.
  • Wenn mehrere Nutzer gleichzeitig zugreifen wollen, muss Windows Server oder eine erweiterte RDP-Lösung genutzt werden.
  • In Unternehmensnetzwerken können Gruppenrichtlinien den RDP-Zugriff blockieren – hier hilft nur ein Administrator.

Häufige Fragen und Antworten

Wie kann ich testen, ob der RDP-Port offen ist?

Mit dem Befehl telnet IP-Adresse 3389 oder Tools wie Portqry kannst du prüfen, ob der Port erreichbar ist. Falls er blockiert ist, muss die Firewall angepasst werden.

Anleitung
1Remote Desktop aktivierenÖffne auf dem Ziel-PC die Systemeinstellungen unter System > Remote Desktop und aktiviere „Remote Desktop zulassen“.
2PC erreichbar machenPrüfe, ob der Rechner eingeschaltet und nicht im Standby ist. Ein Ping-Test in der Eingabeaufforderung (ping IP-Adresse) zeigt, ob der PC erreichbar ist.
3Firewall prüfenStelle sicher, dass die Windows-Firewall oder eine externe Sicherheitssoftware den Port 3389 nicht blockiert. In den Firewall-Einstellungen muss Remote Des….
4IP-Adresse oder Computername kontrollierenNutze am besten die IP-Adresse statt des Computernamens, um Namensauflösungsprobleme auszuschließen.
5Benutzerrechte zuweisenUnter den Remote-Einstellungen musst du den Benutzer hinzufügen, der Zugriff haben soll. Nur Administratoren oder explizit freigegebene Konten dürf… — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Funktioniert RDP auch in der Windows Home Edition?

Nein, RDP-Server-Funktionalität gibt es nur in Windows Pro, Enterprise und Server-Versionen. Mit Home kannst du dich nur zu anderen verbinden, aber keine Verbindungen annehmen.

Was tun, wenn es trotz Aktivierung nicht klappt?

Prüfe, ob die Netzwerkart auf „privat“ gestellt ist. In öffentlichen Netzwerken blockiert Windows oft automatisch eingehende Verbindungen.

Kann eine Drittanbieter-Firewall schuld sein?

Ja, Programme wie Kaspersky, Norton oder Bitdefender blockieren manchmal Ports. Testweise kannst du die Firewall deaktivieren oder eine Ausnahme für RDP hinzufügen.

Welche Alternative gibt es zu RDP?

Alternativen sind Tools wie TeamViewer, AnyDesk oder Chrome Remote Desktop. Diese funktionieren auch dann, wenn RDP blockiert ist oder du keine erweiterte Netzwerkkonfiguration vornehmen willst.

Warum kommt die Meldung „Der Remotedesktop kann keine Verbindung herstellen“?

Die Fehlermeldung taucht meist auf, wenn die RDP-Funktion nicht aktiviert ist, der PC nicht erreichbar ist oder eine Firewall den Port blockiert. In manchen Fällen liegt es auch an einem falschen Benutzernamen oder fehlenden Zugriffsrechten. Der Hinweis bedeutet also, dass die Verbindung technisch unterbrochen oder gar nicht erst aufgebaut werden konnte.

Welche Windows-Versionen unterstützen Remote Desktop?

Die Server-Funktion von Remote Desktop gibt es nur in Windows Pro, Enterprise und den Server-Versionen. In Windows Home kannst du dich nur zu anderen PCs verbinden, aber keine eingehenden Verbindungen akzeptieren. Wer von außen auf einen PC mit Windows Home zugreifen möchte, braucht also ein alternatives Programm.

Wie kann ich prüfen, ob Remote Desktop aktiviert ist?

Du findest die Einstellung unter Einstellungen > System > Remote Desktop. Dort muss der Schalter „Remote Desktop aktivieren“ eingeschaltet sein. Zusätzlich sollte der Benutzer, mit dem du dich einloggen willst, explizit freigegeben sein. Ohne diese Aktivierung schlägt jede Verbindung fehl.

Welche Rolle spielt die Firewall bei RDP-Problemen?

Die Windows-Firewall blockiert standardmäßig Ports, wenn keine Ausnahme hinterlegt ist. Remote Desktop benötigt den Port 3389. Ist er nicht freigegeben, wird die Verbindung sofort abgebrochen. Auch Drittanbieter-Firewalls wie Norton oder Kaspersky können diesen Port blockieren.

Wie kann ich die richtige IP-Adresse des Zielrechners herausfinden?

Am einfachsten öffnest du auf dem Ziel-PC die Eingabeaufforderung und gibst ipconfig ein. Dort findest du die IPv4-Adresse. Diese gibst du dann im Remote Desktop Client ein. Falsche IPs oder Tippfehler sind eine der häufigsten Ursachen für Verbindungsprobleme.

Funktioniert Remote Desktop über VPN?

Ja, Remote Desktop kann über ein VPN genutzt werden, wenn die Netzwerkeinstellungen passen. Wichtig ist, dass die Ziel-IP im VPN erreichbar ist. Wenn du dich nicht verbinden kannst, prüfe die Routing-Tabellen oder frage beim Administrator nach, ob RDP im VPN erlaubt ist.

Was kann ich tun, wenn RDP nur sporadisch funktioniert?

In diesem Fall liegt es oft an instabilen Netzwerkverbindungen oder Energiespareinstellungen am Ziel-PC. Prüfe, ob der Rechner im Ruhezustand geht, oder ob die WLAN-Verbindung schwankt. Auch ein Router-Neustart kann helfen, wenn die IP regelmäßig wechselt.

Gibt es Sicherheitsrisiken bei der Nutzung von RDP?

Ja, offene RDP-Ports im Internet sind ein beliebtes Angriffsziel. Es wird empfohlen, RDP nur über VPN oder mit starken Passwörtern zu nutzen. Zusätzlich sollte die Netzwerkebene-Authentifizierung (NLA) eingeschaltet sein, um unbefugte Zugriffe abzuwehren.

Kann ich den RDP-Port ändern, um Probleme zu lösen?

Ja, fortgeschrittene Nutzer können den Standard-Port 3389 in der Registry ändern. Das macht Angriffe unwahrscheinlicher und kann Konflikte mit Firewalls umgehen. Allerdings muss man diesen neuen Port dann auch im Router und in der Firewall freigeben.

Welche Alternativen gibt es, wenn RDP nicht funktioniert?

Wenn Remote Desktop nicht klappt, kannst du Tools wie TeamViewer, AnyDesk oder Chrome Remote Desktop verwenden. Diese Programme sind einfacher einzurichten und oft stabiler über das Internet. Sie sind besonders praktisch, wenn du schnell eine Verbindung brauchst und keine Netzwerkeinstellungen ändern willst.

Warum funktioniert die Verbindung manchmal nur im lokalen Netzwerk?

Das liegt oft daran, dass Portweiterleitungen im Router fehlen. Innerhalb des Heimnetzwerks klappt es, aber von außen braucht es eine Portfreigabe oder ein VPN. Ohne diese Anpassung blockiert der Router den Zugriff.

Muss der Benutzer ein Administrator sein, um RDP nutzen zu dürfen?

Nein, auch Standardbenutzer können Zugriff bekommen, wenn sie in den Remote-Berechtigungen freigegeben sind. Administratoren haben automatisch Zugriff, aber für andere Nutzer muss der Zugriff manuell eingerichtet werden.

Zusammenfassung

Die Fehlermeldung „Der Remotedesktop kann keine Verbindung herstellen“ weist meist auf eine falsche Einstellung, blockierte Ports oder Netzwerkprobleme hin. Am wichtigsten ist, RDP auf dem Zielrechner zu aktivieren, Firewall und Benutzerrechte zu prüfen und die richtige IP-Adresse zu verwenden. Mit diesen Schritten lassen sich die meisten Probleme schnell lösen – und falls gar nichts geht, bleibt immer noch eine Alternative wie TeamViewer oder AnyDesk.

Fazit

Wenn Windows keine RDP-Verbindung zulässt, musst du nicht gleich an ein komplexes Netzwerkproblem denken. Oft liegt es an einer kleinen Einstellung wie einem blockierten Port oder fehlender Berechtigung. Überprüfe Schritt für Schritt die Aktivierung von Remote Desktop, die Firewall und die Erreichbarkeit des Ziel-PCs. Mit der richtigen Vorgehensweise gelingt die Verbindung in den meisten Fällen zuverlässig. Falls du regelmäßig auf einen PC zugreifen musst, lohnt sich auch die Einrichtung eines festen VPN oder einer professionellen Remote-Lösung. So hast du dauerhaft eine stabile Verbindung – egal, wo du gerade bist.

Checkliste
  • Remote Desktop ist auf dem Ziel-PC nicht aktiviert
  • Der PC ist ausgeschaltet oder im Energiesparmodus
  • Die Windows-Firewall oder eine Sicherheitssoftware blockiert den Port 3389
  • Der PC ist über das Netzwerk nicht erreichbar (z. B. durch falsche IP oder Hostnamen)
  • Die Verbindung läuft über VPN, aber die Einstellungen passen nicht
  • Benutzer hat keine Berechtigung für RDP-Zugriff

Quellen

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Guido Marquardt

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Melanie Weissberger

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Johannes Breitenreiter

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Sina Eschweiler

Sina Eschweiler

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