Warum Butterschmalz besser zum Braten ist als normale Butter

Lesedauer: 3 MinAktualisiert: 14. März 2025 12:37

Butter ist ein echtes Allround-Talent in der Küche. Sie verleiht Gerichten ein herrliches Aroma, macht Gebäck luftig und sorgt für eine goldbraune Kruste beim Braten. Doch sobald es um hohe Temperaturen geht, zeigt Butter schnell ihre Schwächen. Sie verbrennt leicht, wird schwarz und hinterlässt einen bitteren Geschmack. Die Lösung? Butterschmalz! Es ist der Geheimtipp für alle, die gerne braten, ohne dabei die Nachteile normaler Butter in Kauf nehmen zu müssen. Aber warum genau ist Butterschmalz hier die bessere Wahl?

Was ist Butterschmalz überhaupt?

Vielleicht hast du Butterschmalz schon im Supermarkt gesehen, aber noch nie ausprobiert. Im Grunde ist es nichts anderes als Butter – nur in gereinigter Form. Das bedeutet, dass aus der Butter Wasser, Milchzucker und Eiweiße entfernt werden. Zurück bleibt das pure Butterfett. Dadurch hat Butterschmalz einen viel höheren Rauchpunkt und verbrennt nicht so schnell.

Während Butter bei rund 150 °C anfängt zu rauchen, hält Butterschmalz Temperaturen von bis zu 205 °C aus. Wer also ein gutes Steak mit einer knusprigen Kruste oder knusprige Bratkartoffeln zubereiten will, ist mit Butterschmalz besser beraten.

Warum normale Butter zum Braten nicht ideal ist

Butter enthält etwa 16 % Wasser sowie Milchzucker und Eiweiß. Diese Bestandteile sind es, die beim Erhitzen schnell verbrennen. Vielleicht hast du es selbst schon erlebt: Du gibst ein Stück Butter in die heiße Pfanne, und plötzlich fängt sie an zu spritzen, schäumt und wird dann dunkel. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch gesundheitlich bedenklich sein. Verbranntes Eiweiß bildet Bitterstoffe und ungesunde Verbindungen, die den Geschmack ruinieren.

Dazu kommt, dass Butter nicht lange hohe Temperaturen aushält. Möchtest du Fleisch oder Gemüse scharf anbraten, fängt Butter einfach zu schnell an zu rauchen. Wer nicht ständig auf die Temperatur achten will, ist mit Butterschmalz deutlich entspannter unterwegs.

Die Vorteile von Butterschmalz beim Braten

Hier eine kleine Übersicht, warum Butterschmalz der klare Gewinner ist:

EigenschaftButterButterschmalz
Rauchpunktca. 150 °Cca. 205 °C
HitzebeständigkeitGeringHoch
Verbrennt leicht?JaNein
Spritzt in der Pfanne?JaKaum
GeschmackMild, leicht süßlichIntensiv buttrig
Laktosefrei?NeinJa

Für welche Gerichte eignet sich Butterschmalz besonders?

Im Grunde für alles, was eine schöne Bräunung und eine gute Kruste bekommen soll. Besonders gut funktioniert es für:

  • Steaks und Kurzgebratenes
  • Bratkartoffeln und Rösti
  • Fischfilets und Garnelen
  • Gemüsepfannen
  • Schnitzel und Frikadellen

Durch den hohen Rauchpunkt eignet sich Butterschmalz auch wunderbar zum Frittieren. Wer also mal knusprige Pommes oder Krapfen in Buttergeschmack genießen möchte, kann auf Butterschmalz zurückgreifen.

Ist Butterschmalz gesünder als Butter?

Eine berechtigte Frage! Tatsächlich hat Butterschmalz einige Vorteile. Da es keine Milcheiweiße oder Laktose mehr enthält, ist es auch für Menschen mit Laktoseintoleranz geeignet. Zudem enthält es keine künstlichen Zusatzstoffe oder Transfette, wie sie in vielen industriellen Bratfetten vorkommen.

Aber Achtung: Butterschmalz besteht fast zu 100 % aus Fett und hat dementsprechend viele Kalorien. Wer sich kalorienbewusst ernährt, sollte es nicht in rauen Mengen verwenden. Aber das gilt ja für fast alle Fette.

Fazit: Butterschmalz ist der perfekte Butterersatz zum Braten

Wenn du das nächste Mal etwas scharf anbraten willst, greif ruhig mal zu Butterschmalz. Es macht das Braten unkomplizierter, verhindert lästiges Verbrennen und bringt einen intensiven Buttergeschmack mit. Ob für Steaks, Bratkartoffeln oder Gemüse – Butterschmalz sorgt für eine perfekte Kruste und ist dabei leichter zu handhaben als normale Butter. Probier’s aus! 😃

Checkliste
  • Steaks und Kurzgebratenes
  • Bratkartoffeln und Rösti
  • Fischfilets und Garnelen
  • Gemüsepfannen
  • Schnitzel und Frikadellen

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