Online Abendkleider kaufen: Worauf Sie bei Schnitt, Farbe und Stoff achten sollten

Lesedauer: 7 MinAktualisiert: 27. August 2025 21:49

Das Online-Shopping von Abendkleidern bietet viel Bequemlichkeit und Auswahl: Sie können rund um die Uhr stöbern, lästige Anfahrten ins Geschäft sparen und aus einer riesigen Palette an Stilen und Farben wählen. Online finden Sie oft auch Sonderangebote oder den günstigsten Preisvergleich auf einen Klick. Neben Zeitersparnis („Shoppen vom Sofa“) ist ein großer Vorteil, dass Onlineshops im Prinzip eine nahezu unbegrenzte Auswahl haben. Viele Kundinnen schätzen außerdem die Möglichkeit, in Ruhe verschiedene Modelle zu vergleichen und bequem nach Hause liefern zu lassen. Tipp: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Versand und Rückversand kostenlos sind – so können Sie notfalls andere Größen oder Modelle ohne Risiko testen.

Passform und Schnitt: Welche Silhouetten für welche Figur

Ein Abendkleid sollte vor allem zur Figur passen. Bekannte Figurtypen sind z.B. Sanduhr-, Birnen- (A-Form), Apfel- (O-Form), Rechteck- (H-Form) oder V-Form. Die richtige Silhouette kann Ihre Vorzüge betonen und Problemzonen kaschieren. Beispiele:

  • Sanduhr- und X-Figur (ausgewogene Proportionen, schmale Taille): Fast alle Stile passen, besonders wirken körperbetonte Schnitte, Wickelkleider oder Bleistiftkleider, die die Taille betonen. Ein tailliertes Etuikleid oder Wickelkleid mit Gürtel lenkt den Blick auf Ihre schmalste Stelle.
  • Birnen- oder A-Figur (schmaler Oberkörper, breitere Hüften): Wählen Sie Kleider mit Volumen im Oberteil und ausgestelltem Rock. Trägerlose Oberteile, V-Ausschnitt oder Schößchen sowie eine A-Linie (weite Rockform) gleichen Hüften optisch aus. Details wie Stickereien oder Muster am Oberkörper lenken die Blicke nach oben und kaschieren Bauch und Beine.
  • Apfel- oder O-Figur (Breite im Bereich Bauch/Brust, schmale Beine): Fließende Stoffe und Empire-Schnitt (Taillennaht unter der Brust) sind hier ideal, denn sie lassen den Stoff ab der Brust locker fallen und kaschieren einen runden Bauch. Auch Wickelkleider mit hohem Bund oder Kleider mit betonten Ärmelabschlüssen lenken vom Bauch ab und setzen die schlanken Beine in Szene.
  • Rechteck- oder H-Figur (gerade Silhouette, wenig Taille): A-Linie, Drapierungen und Rüschen können eine Taille zaubern. Taillierte Etuikleider oder Gürtelmodelle schaffen schöne Kurven. Wickelkleider und ausgestellte Rockteile (etwa im A-Schnitt) betonen die Körpermitte, während verspielte Volants und Schößchen Volumen an Hüften und Schultern erzeugen.
  • V-Figur (breite Schultern, schmale Hüfte): Entscheidend ist, Schultern optisch zu verkleinern und die Hüften zu betonen. Ein tiefer V-Ausschnitt streckt den Oberkörper. Voluminöse oder geschlitzte Röcke, Drapierungen an der Hüfte und ausgestellte Schnitte schaffen Ausgleich. Auch Wickeloptiken oder Schößchen am Rock erzeugen mehr Balance.

Typische Fehler: Bestellen Sie nie blind nur nach einer Kleidergröße, ohne zu messen. Die Größen fallen oft unterschiedlich aus. Nutzen Sie die Größentabellen des Anbieters und lesen Sie Kundenbewertungen. Und denken Sie daran: Ein Kleid, das an der Hüfte sehr eng sitzt, können Sie im Zweifel größer bestellen und beim Schneider anpassen lassen.

Farbwahl: Was passt zum Anlass und Hautton

Die Farbe Ihres Abendkleids sollte zum Anlass und zu Ihrem persönlichen Typ passen. Bei einer festlichen Hochzeit zum Beispiel ist es üblich, keine weißen Kleider zu tragen (Weiß ist traditionell der Braut vorbehalten) und meist auch kein knalliges Schwarz (wird oft als zu dunkel empfunden). Stattdessen liegen hier Pastellfarben, dezente Muster und kräftige, aber freundliche Töne im Trend. Dunkle, klassische Farben wie Marineblau, Burgunderrot oder Smaragdgrün sind ebenfalls sehr elegant – vor allem bei sehr formellen Anlässen und Abendgarderobe.

Beim Farbton spielt auch Ihr Hauttyp eine Rolle. Warme Hauttypen (goldener Unterton) stehen erdige und warme Farben wie Rostrot, Olivgrün oder Senfgelb besonders gut. Kühle Hauttypen (rosiger, bläulicher Unterton) harmonieren wunderbar mit kühlen Pastell- und Edelsteinfarben: Babyblau, Mint, Flieder oder eisiges Rosé betonen Ihren Teint vorteilhaft. Das „Kleine Schwarze“ ist zwar ein Allrounder, kann jedoch bei sehr fröhlichen Anlässen wie Hochzeiten zu streng wirken. Achten Sie auch auf den Saison- und Dresscode: Für elegante Abendgarderobe im Winter eignen sich reichhaltige, dunkle Töne gut, im Sommer dürfen Kleider leichter, heller sein.

Hinweis: Prüfen Sie die Farbe auf dem Bildschirm kritisch – Monitore verfälschen manchmal Nuancen. Bedenken Sie auch, dass ein Foto im Internet das Kleid oft anders darstellt. Im Zweifel empfiehlt es sich, einen Farbton zu wählen, der Ihnen im Alltag gut steht (nach Ihrem „Lieblingskleid“-Effekt).

Stoffe und Materialien: Komfort, Wirkung und Pflege

Das Material beeinflusst Sitz und Tragegefühl enorm. Leichte Stoffe wie Chiffon sind luftig und elegant – sie fließen bei jeder Bewegung mit und schmeicheln der Figur. Chiffon fühlt sich sehr zart an und kühlt im Sommer angenehm. Er passt nahezu jedem Figurtyp, denn er fällt weich und kaschiert sanft Problemzonen. Nachteil: Chiffon knittert leicht und muss meist in mehreren Lagen verarbeitet sein, um blickdicht zu sein. Mit entsprechender Pflege (schonend waschen oder reinigen) bleibt er jedoch sehr ansprechend.

Satin wirkt dagegen glamourös und edel. Er liegt oft fließend am Körper an, umspielt die Rundungen und verleiht dem Kleid einen angenehmen Glanz. Ein großer Pluspunkt ist, dass Satin auch nach langem Sitzen weitgehend knitterfrei bleibt. Dafür sollten Sie beachten, dass Satin empfindlich ist: Er kann leicht Flecken annehmen und sollte vorsichtig gereinigt werden. Achten Sie auf hautfreundliche Unterkleidung und kleiden Sie sich bei feuchtem Wetter (Regen) entsprechend abdeckend, damit z.B. Deo oder Parfüm nicht abfärben.

Jersey ist sehr dehnbar und bequem – daher ideal für körperbetonte Kleider. Der Stoff (meist aus Viskose- oder Baumwoll-Jersey mit Elasthan) passt sich dem Körper an und fällt weich. Er beult sich nicht aus, sondern kehrt nach dem Tragen in Form zurück. Ein Kleid aus Jersey bietet viel Bewegungsfreiheit und knittert kaum – perfekt, wenn Sie ein Figurbetonendes Modell wählen möchten.

Neben diesen Materialien gibt es noch viele andere Optionen wie Tüll, Spitze oder Mikrofaser. Tüll (feine Netzstruktur) wird oft in Prinzessinnenkleidern eingesetzt, kann aber sehr voluminös sein und ist eher zerbrechlich. Spitze wirkt romantisch, ist aber ebenfalls empfindlich und sollte schonend behandelt werden. Informieren Sie sich auf der Produktseite über Pflegehinweise: Manche Stoffe müssen gewaschen, andere nur chemisch gereinigt werden. Achten Sie generell darauf, dass das Kleid atmungsaktiv genug ist, damit Sie sich auch nach mehreren Stunden noch wohlfühlen.

Tipps für die Größenwahl und Rückgabemöglichkeiten

Die richtige Größe zu finden, ist online besonders wichtig. Jeder Hersteller hat eigene Maße, daher gilt: Messen Sie Ihren Brust-, Taillen- und Hüftumfang aus und vergleichen Sie die Werte mit der Größentabelle des Shops. In der Regel finden Sie diese Tabelle direkt beim Kleid auf der Produktseite. Beachten Sie, dass die angegebenen Maße oft Körpermaße (nicht Stoffmaße) sind. Ein Kleid kann also insgesamt etwas größer ausfallen, um bequem zu sitzen. Tipp: Notieren Sie Ihre Maße und schauen Sie gezielt nach Kleidern in Ihrer Kategorie (z.B. “EU-Größe 38” oder “US 6”). Lesen Sie auch Erfahrungsberichte: Viele Käuferinnen geben Hinweise, ob ein bestimmtes Modell eher größer oder kleiner ausfällt.

Falls Sie unsicher sind, bestellen Sie lieber zwei Größen zur Anprobe – die meisten Online-Shops erlauben kostenlose Retoure. Nach EU-Recht haben Sie beim Fernabsatz 14 Tage Widerrufsrecht: Innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt können Sie die Ware zurückschicken und bekommen den Kaufpreis erstattet. Einige Händler gönnen ihren Kundinnen sogar längere Fristen (zum Beispiel gewährt Zalando 100 Tage Rückgaberecht). Informieren Sie sich unbedingt vor dem Kauf in den AGB, ob Rücksendekosten anfallen. Viele große Anbieter übernehmen das Porto beim Umtausch gratis, was das Anprobieren erleichtert.

Ein häufiger Fehler ist, nur auf das Label zu schauen und nicht das Kleid probeweise anzuziehen. Nehmen Sie sich nach Erhalt Ihres Kleides die Zeit für eine Anprobe mit dem Schuhwerk, unter dem Sie das Kleid tragen wollen. Achten Sie darauf, ob Länge und Sitz stimmen (z.B. soll das Kleid lang bis zum Boden oder eher knöchellang sein). Prüfen Sie die Farbwiedergabe bei Tageslicht – weniger künstliches Licht. Und übersehen Sie nicht, Innenfutter und Nähte auf Qualität zu kontrollieren. Wenn etwas nicht passt, nutzen Sie das Rückgaberecht – rechtzeitig vor dem Event. Bewahren Sie dafür den Einlieferungsbeleg gut auf, um im Zweifelsfall nachweisen zu können, dass Sie fristgerecht zurückgeschickt haben.

Durchdachte Planung und das Wissen um Rückgabebedingungen helfen, Fehlkäufe zu vermeiden. Mit den oben genannten Tipps finden Sie sicher ein Abendkleid, das zu Ihrem Anlass, Ihrem Typ und Ihrem Budget passt – auch beim Onlinekauf.

Checkliste
  • Sanduhr- und X-Figur (ausgewogene Proportionen, schmale Taille): Fast alle Stile passen, besonders wirken körperbetonte Schnitte, Wickelkleider oder Bleistiftkleider, die die Taille betonen. Ein tailliertes Etuikleid oder Wickelkleid mit Gürtel lenkt den Blick auf Ihre schmalste Stelle.
  • Birnen- oder A-Figur (schmaler Oberkörper, breitere Hüften): Wählen Sie Kleider mit Volumen im Oberteil und ausgestelltem Rock. Trägerlose Oberteile, V-Ausschnitt oder Schößchen sowie eine A-Linie (weite Rockform) gleichen Hüften optisch aus. Details wie Stickereien oder Muster am Oberkörper lenken die Blicke nach oben und kaschieren Bauch und Beine.
  • Apfel- oder O-Figur (Breite im Bereich Bauch/Brust, schmale Beine): Fließende Stoffe und Empire-Schnitt (Taillennaht unter der Brust) sind hier ideal, denn sie lassen den Stoff ab der Brust locker fallen und kaschieren einen runden Bauch. Auch Wickelkleider mit hohem Bund oder Kleider mit betonten Ärmelabschlüssen lenken vom Bauch ab und setzen die schlanken Beine in Szene.
  • Rechteck- oder H-Figur (gerade Silhouette, wenig Taille): A-Linie, Drapierungen und Rüschen können eine Taille zaubern. Taillierte Etuikleider oder Gürtelmodelle schaffen schöne Kurven. Wickelkleider und ausgestellte Rockteile (etwa im A-Schnitt) betonen die Körpermitte, während verspielte Volants und Schößchen Volumen an Hüften und Schultern erzeugen.
  • V-Figur (breite Schultern, schmale Hüfte): Entscheidend ist, Schultern optisch zu verkleinern und die Hüften zu betonen. Ein tiefer V-Ausschnitt streckt den Oberkörper. Voluminöse oder geschlitzte Röcke, Drapierungen an der Hüfte und ausgestellte Schnitte schaffen Ausgleich. Auch Wickeloptiken oder Schößchen am Rock erzeugen mehr Balance.

5/5 - (2 votes)

Wir schreiben für Euch

Guido Marquardt

Guido Marquardt

Melanie Weissberger

Melanie Weissberger

Johannes Breitenreiter

Johannes Breitenreiter

Sina Eschweiler

Sina Eschweiler

Schreiben ist für uns mehr als ein Beruf – es ist Leidenschaft. Wir verwandeln Ideen in Texte und geben Tipps, die wirklich weiterhelfen. Ob am Schreibtisch oder unterwegs: Inspiration kann jederzeit kommen. Aus kleinen Gedanken entstehen Inhalte, die viele lesen und nutzen. Unser Ziel ist es, Wissen verständlich und lebendig zu teilen – klar, direkt und mit Freude am Schreiben.

Schreibe einen Kommentar