Bettwanzen im Bett sind meist gut versteckt, aber mit ein paar gezielten Tricks lassen sie sich zuverlässig aufspüren.
Kurz gesagt: Bettwanzen verraten sich durch kleine Blutflecken, Kotspuren und süßlich-muffigen Geruch.
Wer morgens mit juckenden Stichen aufwacht und keine Mücken in Sicht sind, sollte stutzig werden: Das könnten Bettwanzen sein. Diese winzigen Plagegeister sind nachtaktive Blutsauger, die sich bevorzugt in Bettnähe verstecken – vor allem im Lattenrost, in Matratzenritzen oder hinter der Tapete. Klingt unangenehm? Ist es auch – aber mit dem richtigen Vorgehen kann man sie rechtzeitig erkennen, bevor es zum großen Befall kommt.
Die Antwort lautet: Man braucht ein gutes Auge, Geduld – und manchmal auch eine Taschenlampe. Bettwanzen sind nämlich echte Versteckprofis. Tagsüber bleiben sie in dunklen, engen Spalten, und selbst bei großem Befall sieht man oft lange nichts – dafür aber ihre Spuren.
Wie sieht ein typischer Bettwanzenbefall aus?
Ein typisches Indiz für Bettwanzen im Bett sind kleine schwarze Punkte auf dem Bettlaken – das ist Kot. Auch winzige Blutflecken (meist vom Zerdrücken nach dem Stich) sind ein Warnzeichen. Wer ganz genau hinschaut, findet manchmal sogar Häutungsreste oder lebende Tiere – oval, braun, etwa 4–5 mm groß. Sie erinnern an kleine Apfelkerne. Manchmal riecht es im Schlafzimmer auch seltsam süßlich – besonders bei starkem Befall.
Das bedeutet konkret: Wenn du Kotspuren oder Häutungsreste findest, ist der Befall meist schon fortgeschritten.
Wo verstecken sich Bettwanzen besonders gerne?
Die Klassiker: Matratzenränder, Nähte, Lattenrost, Ritzen im Bettgestell oder lose Tapeten. Auch Steckdosen, Bilderrahmen oder Bücherstapel am Bett werden gerne bewohnt – Hauptsache: dunkel und eng.
Ein Beispiel: Ein Nutzer aus einem Online-Forum schilderte, dass er wochenlang Stiche am Bein hatte – aber erst als er die Rückseite seines Lattenrosts mit einer Taschenlampe absuchte, fand er mehrere Bettwanzen direkt an der Metallhalterung. Kein schöner Fund, aber lehrreich.
Wie kann man Bettwanzen im Bett gezielt aufspüren?
Zunächst: Zieh alle Bettbezüge ab und untersuche die Matratze. Schau in jede Falte, Naht und Ritze. Nutze eine Taschenlampe und ggf. eine Lupe. Klopf am Lattenrost entlang und achte auf winzige schwarze Punkte. Besonders gründlich sein solltest du an Stellen, wo du nachts direkt liegst – denn Bettwanzen halten sich dort auf, wo sie nachts ihre Mahlzeit bekommen.
Eine gute Methode: Stell nachts eine Schale mit warmem Wasser und etwas CO₂ unter das Bett – zum Beispiel mit Hefe und Zucker. Der Geruch lockt die Tiere an. Wer ganz sicher gehen will, kann doppelseitiges Klebeband rund ums Bettgestell anbringen – damit sieht man am nächsten Morgen, ob etwas hineingelaufen ist.
Und: Bettwanzen sind zäh. Wer glaubt, mit bloßem Staubsaugen sei es getan, irrt sich. Wenn du welche findest, solltest du umgehend professionelle Hilfe holen oder gezielt mit Insektiziden arbeiten. Aber vorher muss klar sein: Sind es wirklich Bettwanzen?
Welche Anzeichen gibt es an der Haut?
Typisch sind mehrere rote, juckende Stiche in einer Reihe – die sogenannte Wanzenstraße. Diese entstehen, wenn die Wanze bei der Blutmahlzeit mehrmals zusticht. Sie sind oft stärker als Mückenstiche und halten mehrere Tage an. Aber Vorsicht: Nicht jeder reagiert gleich. Manche Menschen merken kaum etwas, andere bekommen große Quaddeln.
Tipp: Mach regelmäßig Fotos deiner Stiche – so kannst du Veränderungen dokumentieren und mögliche Muster erkennen.
Was tun, wenn du welche findest?
Ruhe bewahren – und handeln. Pack Bettwäsche, Kissen und Decken in luftdichte Beutel und wasch alles bei 60 °C. Auch Kleidung, die im Zimmer liegt, solltest du nicht vergessen. Matratze gründlich absaugen – aber danach den Staubsaugerbeutel entsorgen. Wenn du sicher bist, dass Bettwanzen im Bett leben, kontaktiere am besten einen Schädlingsbekämpfer. Nur so wirst du sie wirklich los.
Für kleinere Befälle helfen auch spezielle Sprays oder Kieselgur (ein natürliches Pulver, das Insekten austrocknet). Aber Achtung: Diese Methoden wirken nur, wenn du die Tiere auch triffst. Und das ist leichter gesagt als getan.
Wie schnell breiten sich Bettwanzen aus?
Schneller als dir lieb ist. Ein Weibchen kann über 200 Eier legen – bevorzugt in Spalten rund ums Bett. Und da die Tiere sich auch über Koffer, Kleidung oder Möbel verbreiten, ist ein einzelner Fund oft nur die Spitze des Eisbergs. Deshalb gilt: Frühzeitig erkennen ist alles.
Was du sonst noch wissen solltest
- Bettwanzen übertragen keine Krankheiten. Aber sie rauben dir definitiv den Schlaf.
- Haustiere werden nur selten gestochen – Bettwanzen mögen menschliches Blut lieber.
- Auch in sauberen Wohnungen kommen sie vor – es hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun.
Häufige Fragen rund um Bettwanzen im Bett
Kann ich Bettwanzen auch tagsüber sehen?
Selten. Sie sind nachtaktiv und meiden Licht. Mit Glück findet man sie aber in Ritzen oder hinter Möbeln, wenn man gezielt sucht.
Wie sehen Bettwanzenbisse aus?
Rote, juckende Punkte – oft in Reihen oder Gruppen. Sie können mehrere Tage sichtbar bleiben und stark jucken.
Können Bettwanzen in den Kleiderschrank kriechen?
Ja, wenn der Schrank im selben Raum steht. Besonders wenn Kleidung am Boden liegt oder unregelmäßig getragen wird.
Helfen Duftöle oder Lavendelsäckchen gegen Bettwanzen?
Leider nein. Bettwanzen lassen sich durch Gerüche kaum beeindrucken – sie reagieren auf Wärme und CO₂.
Muss ich die ganze Wohnung behandeln?
Nicht immer – aber zumindest alle angrenzenden Räume. Und alle Schlafplätze. Bettwanzen sind mobil und verstecken sich gut.
Bettwanzen im Bett zu finden ist unangenehm – aber machbar. Wichtig ist, dass du die Hinweise erkennst und richtig deutest. Manchmal reicht ein scharfes Auge – manchmal braucht es einen Experten. Aber: Je früher du sie findest, desto einfacher ist die Bekämpfung. Und ja, ich spreche aus Erfahrung – und nein, das war kein Spaß. 😉