Welpe schläft nachts nicht durch: So werden die Nächte entspannter

Lesedauer: 15 MinAktualisiert: 5. Juni 2026 16:24

Ein junger Hund, der nachts immer wieder aufwacht, ist in den meisten Fällen kein Zeichen für „schlechten“ Charakter, sondern für fehlende Routine, ein noch unreifes Blasenmanagement oder zu viel Aufregung am Abend. Mit einem festen Ablauf, der richtigen letzten Runde und einer ruhigen Schlafumgebung werden die Nächte oft schon nach wenigen Tagen deutlich entspannter.

Wichtig ist vor allem: Ein Welpe muss Schlaf erst lernen. Wer die Ursache richtig einordnet, erspart sich unnötige Hektik und findet schneller heraus, ob der Hund nur Orientierung braucht oder ob etwas im Tagesablauf angepasst werden sollte.

Warum junge Hunde nachts so oft unruhig sind

Ein Welpe bringt weder den geregelten Schlafrhythmus noch die Körperkontrolle eines erwachsenen Hundes mit. Er ist schnell müde, schläft viel, wacht aber ebenso schnell wieder auf, weil Reize, Harndrang oder Unsicherheit ihn aus dem Schlaf holen. Das ist normal und hängt oft mit dem Entwicklungsstand zusammen.

Besonders in den ersten Wochen ist nachts vieles neu: neues Zuhause, neue Gerüche, andere Geräusche, getrennt von Mutter und Wurfgeschwistern. Das Gehirn sortiert all diese Eindrücke auch im Schlaf weiter. Deshalb wirken viele Welpen tagsüber wie kleine Energiebündel und nachts wie jemand, der jede halbe Stunde kurz prüft, ob noch alles da ist.

Häufig steckt hinter dem nächtlichen Aufwachen auch ein ganz praktischer Grund: Der kleine Hund muss pinkeln. Die Blase ist noch klein, die Kontrolle noch wackelig, und ein zu voller Bauch oder eine späte Trinkmenge können die Sache zusätzlich verstärken. Wer nur an „Ungehorsam“ denkt, übersieht leicht den eigentlichen Auslöser.

Der wichtigste Startpunkt am Abend

Die Nacht wird meist ruhiger, wenn der Abend vorhersehbar wird. Ein junger Hund profitiert von einer kleinen, festen Abfolge: ruhige Spiele ausklingen lassen, letzte Fütterung rechtzeitig einplanen, noch einmal lösen gehen und danach den Schlafplatz ruhig vorbereiten. Viel Aktion kurz vor dem Zubettgehen macht das Einschlafen oft schwerer.

Gerade überdrehte Welpen wirken abends manchmal besonders anhänglich, knabbern mehr oder laufen unruhig hin und her. Das sieht schnell nach „mehr Auslastung“ aus, ist aber oft das Gegenteil: Der Hund ist übermüdet. Dann hilft keine zusätzliche Toberei, sondern ein klarer Übergang vom Tag in den Nachtschlaf.

Eine gute Reihenfolge für den Abend sieht häufig so aus: erst Ruhe ins Spiel bringen, dann Futter und Wasser passend timen, dann ein letzter Gang nach draußen oder zur vorgesehenen Lösemöglichkeit, danach Licht runter und wenig Ansprache. Dieser Ablauf wirkt unspektakulär, aber genau das ist der Punkt.

Schlafplatz, Nähe und Sicherheit

Viele Welpen schlafen besser, wenn sie sich sicher fühlen. Das bedeutet nicht, dass sie zwingend im Bett schlafen müssen. Es bedeutet vielmehr, dass der Schlafplatz ruhig, warm, zugfrei und übersichtlich sein sollte. Ein fester Platz mit vertrauter Decke oder einem bekannten Geruch kann für deutlich mehr Ruhe sorgen.

Einige junge Hunde schlafen in den ersten Nächten näher bei ihren Menschen besser ein, weil Trennung für sie Stress bedeutet. Andere finden erst dann Ruhe, wenn sie ein wenig Abstand haben und nicht bei jeder Bewegung im Raum aufschrecken. Entscheidend ist weniger die Modefrage als die Reaktion des einzelnen Hundes.

Wer den Schlafplatz ständig verändert, erschwert dem Welpen die Orientierung. Ein stabiler Ort hilft dem Gehirn, nachts auf „Sicherheitsmodus“ umzuschalten. Das ist besonders wichtig, wenn der Hund tagsüber viel Neues verarbeitet oder erst seit kurzer Zeit im Haushalt lebt.

Blasenpausen richtig einschätzen

Ein Welpe, der nachts nicht durchschläft, braucht oft schlicht mehr geplante Lösepausen. Das ist keine Schwäche im Training, sondern Teil der Entwicklung. Besonders junge Hunde müssen anfangs häufiger raus, weil sie ihre Körperfunktionen erst nach und nach besser kontrollieren.

Anleitung
1Den Abend ruhig halten und Reize rechtzeitig herunterfahren.
2Vor dem Schlafen eine verlässliche Löserunde einplanen.
3Den Schlafplatz konstant und angenehm gestalten.
4Nachts nur kurz, ruhig und ohne Unterhaltung reagieren.
5Am nächsten Tag prüfen, ob Muster bei Futter, Trinken oder Aktivität auffallen.

Die Faustregel ist einfach: Je jünger der Hund, desto wahrscheinlicher ist ein nächtlicher Toilettengang. Viele sehr junge Welpen schaffen anfangs nur wenige Stunden am Stück. Mit zunehmendem Alter verlängern sich die Intervalle meist von selbst, solange tagsüber genug Gelegenheiten zum Lösen da sind.

Hilfreich ist, den Welpen vor dem Schlafen ruhig nach draußen zu bringen und auf kleine Signale zu achten. Unruhe, Kreisen, Schnüffeln, Fiepen oder plötzlicher Fokus auf die Tür sind oft Hinweise darauf, dass der Druck steigt. Wer diese Zeichen früh erkennt, verhindert, dass der Hund im Schlaf unruhig wird.

Zu viel Action am Abend macht müde, aber nicht ruhig

Ein häufiger Denkfehler ist die Annahme, ein Welpe müsse vor der Nacht erst ordentlich ausgepowert werden. Das führt oft zu dem Gegenteil: Der Körper wird müde, aber das Nervensystem bleibt aufgedreht. Der Hund kippt dann zwar irgendwann um, wacht aber leichter wieder auf und findet schwerer in tiefen Schlaf.

Besser sind über den Tag verteilt mehrere kurze Aktivitätsphasen mit Pausen dazwischen. Nasenarbeit, ruhiges Erkunden und kleine Lernsequenzen sind oft sinnvoller als langes Rennspiel am Abend. Gerade die letzten ein bis zwei Stunden vor dem Schlafen sollten eher ruhig verlaufen.

Viele Welpen brauchen außerdem nach neuen Eindrücken erst Zeit zum Verarbeiten. Ein Besuch, ein fremder Hund, ein Spaziergang in unbekannter Umgebung oder viel Trubel im Haushalt kann abends noch „nachwirken“. Dann hilft Entschleunigung mehr als Beschäftigung.

Trinken, Futter und Timing

Auch Trinkmenge und Fütterungszeit beeinflussen die Nacht. Ein sehr spätes, großes Futter oder viel Wasser kurz vor dem Zubettgehen kann die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass der Welpe später rausmuss. Gleichzeitig darf Wasser natürlich nicht unnötig eingeschränkt werden, denn Durst ist kein guter Schlafhelfer.

Wichtiger ist ein ruhiges Timing. Die letzte größere Futterportion liegt bei vielen Hunden besser nicht direkt vor dem Schlafen. Anschließend sollte noch genug Zeit für Verdauung und einen letzten Lösegang bleiben. So sinkt die Chance, dass der Bauch nachts Alarm schlägt.

Wenn der Hund abends besonders viel trinkt, lohnt sich ein Blick auf den Tagesablauf. War es warm? Gab es besonders viel Bewegung? Ist der Welpe nach einem aktiven Tag einfach durstiger? Solche Fragen helfen, Muster zu erkennen, ohne gleich eine große Ursache zu vermuten.

Wie man nachts richtig reagiert

Reagieren ist erlaubt, aber bitte ruhig und langweilig. Ein Welpe lernt nachts am besten, wenn jedes Aufwachen möglichst unspektakulär bleibt. Hektik, Licht, Spielen oder ausführliche Ansprache machen die Nacht schnell interessanter als den Schlaf.

Eine passende Reihenfolge kann so aussehen: kurz beobachten, ruhig auflösen, zügig nach draußen oder zur vorgesehenen Stelle bringen, loben, wenn er sich löst, und danach wieder ohne großes Theater zurück in den Schlafmodus. Das Ziel ist nicht Unterhaltung, sondern schnelle Orientierung.

Wichtig ist auch, den Hund nicht für nächtliche Unruhe zu bestrafen. Ein kleiner Hund versteht das in dem Moment kaum und verbindet Schlafplatz oder Mensch eher mit Unsicherheit. Ruhige Wiederholung wirkt meist besser als jede scharfe Reaktion.

Wann Aufwachen ein Hinweis auf etwas anderes ist

Nicht jedes nächtliche Problem hat mit Gewohnheit zu tun. Wenn ein Welpe sehr häufig aufwacht, unruhig herumläuft, stark hechelt, auffällig viel trinkt oder beim Lösen Schmerzen zeigt, sollte man an körperliche Ursachen denken. Dazu gehören unter anderem Verdauungsprobleme, Parasiten, Harnwegsbeschwerden oder allgemeines Unwohlsein.

Auch zu kalte oder zu warme Schlafplätze können den Schlaf stören. Manche Welpen werden nachts unruhig, weil sie frieren, andere weil ihnen schlicht zu warm ist. Ein Hund, der ständig den Platz wechselt, sucht oft eine passendere Umgebung.

Bleibt die Unruhe trotz ruhigem Tagesablauf, ausreichender Lösepausen und passender Schlafumgebung bestehen, ist ein genauer Blick sinnvoll. Dann geht es nicht mehr nur um Training, sondern um das Zusammenspiel aus Verhalten, Gesundheit und Alltag.

Typische Missverständnisse im Alltag

Viele Probleme entstehen durch gute Absichten, die am Ende zu viel Druck machen. Ein Welpe wird nicht ruhiger, nur weil der Abend vollgepackt ist. Er wird auch nicht automatisch sicherer, wenn ständig neue Regeln ausprobiert werden. Konstanz schlägt Aktionismus.

Ein weiteres Missverständnis ist der Gedanke, dass der Hund „das schon lernen muss“, obwohl er noch körperlich gar nicht so weit ist. Sauberkeit in der Nacht entwickelt sich schrittweise. Wer denselben Standard wie bei einem erwachsenen Hund erwartet, landet schnell bei unnötiger Frustration auf beiden Seiten.

Ebenso verbreitet ist die Annahme, dass nächtliches Fiepen immer Trennungsstress bedeutet. Das kann vorkommen, muss es aber nicht. Oft ist es schlicht Harndrang, Übermüdung oder das Bedürfnis nach kurzer Orientierung.

Praxisbeispiel aus dem Alltag

Ein sieben Wochen alter Welpe schläft in der ersten Nacht nur knapp zwei Stunden am Stück. Die Menschen reagieren zunächst mit viel Trösten und häufigem Lichtanschalten. Danach wird der Hund eher wacher als ruhiger. Erst als der Abend ruhiger gestaltet wird, der Schlafplatz näher an die Bezugsperson rückt und nächtliche Gänge möglichst unspektakulär bleiben, verlängern sich die Schlafphasen allmählich.

Ein anderer junger Hund ist tagsüber kaum zu bremsen und wirkt abends „noch voller Energie“. Tatsächlich ist er überreizt. Nach einer Reduzierung von Spielrauschen, weniger Besuchsaktionen und mehr echten Pausen schläft er abends schneller ein und wacht nachts seltener auf.

Solche Abläufe sind typisch: Erst wenn Ursache und Reaktion zusammenpassen, beruhigt sich die Nacht. Der eigentliche Hebel liegt oft im Tagesrhythmus, nicht erst im Moment des Aufwachens.

Praxisbeispiel aus einem Mehrpersonenhaushalt

In einem Haushalt kümmern sich mehrere Personen um denselben Hund. Jeder meint es gut, aber jeder macht den Abend ein wenig anders. Mal gibt es spät noch Spiel, mal Futter nach Gefühl, mal wird beim kleinsten Fiepen sofort herumgelaufen. Der Welpe bekommt dadurch keine klare Linie und bleibt nachts unruhig.

Als der Ablauf vereinheitlicht wird, wird vieles leichter. Feste Lösezeiten, ein ruhiger Schlafplatz und dieselbe Reaktion in der Nacht sorgen für Vorhersagbarkeit. Gerade junge Hunde profitieren enorm davon, wenn sie sich auf Abläufe verlassen können.

Die größte Veränderung ist oft gar nicht spektakulär. Sie besteht darin, dass alle im Haushalt denselben Plan mittragen. Für einen Welpen ist das fast schon Luxus.

Praktische Orientierung für die ersten Nächte

Am Anfang hilft ein einfacher Gedanke: Erst beobachten, dann anpassen, dann wieder beobachten. Wer blind an allen Schrauben gleichzeitig dreht, erkennt am Ende kaum noch, was wirklich geholfen hat. Darum lohnt es sich, nach und nach vorzugehen.

  1. Den Abend ruhig halten und Reize rechtzeitig herunterfahren.
  2. Vor dem Schlafen eine verlässliche Löserunde einplanen.
  3. Den Schlafplatz konstant und angenehm gestalten.
  4. Nachts nur kurz, ruhig und ohne Unterhaltung reagieren.
  5. Am nächsten Tag prüfen, ob Muster bei Futter, Trinken oder Aktivität auffallen.

So entsteht eine saubere Linie zwischen Ursache und Wirkung. Genau das macht die Nachtruhe mit der Zeit berechenbarer.

Wann Geduld, wann Kontrolle gefragt ist

Geduld ist sinnvoll, solange der Welpe insgesamt fröhlich wirkt, normal frisst, spielt und sich tagsüber unauffällig verhält. Dann ist nächtliche Unruhe oft Teil des Lernprozesses. Mit Routine, Ruhe und Zeit bessert sich das meist deutlich.

Kontrolle ist wichtiger, wenn zusätzliche Auffälligkeiten dazukommen. Schmerzen, Durchfall, starkes Hecheln, anhaltende Unruhe oder ungewöhnlich häufiger Harndrang gehören ernst genommen. In solchen Fällen sollte man nicht nur am Schlafplan schrauben, sondern auch gesundheitliche Ursachen mitdenken.

Der Unterschied zwischen „noch normal“ und „sollte abgeklärt werden“ liegt oft in der Gesamtschau. Ein einzelnes Wachwerden ist selten ein Drama. Eine ganze Serie auffälliger Zeichen sollte man dagegen nicht wegwischen.

Nächtliche Unruhe richtig einordnen

Ein junger Hund, der nachts immer wieder wach wird, folgt meist noch keinem festen Rhythmus. Viele Welpen müssen ihre Blase häufiger entleeren, reagieren empfindlich auf neue Reize und brauchen länger, bis sie sich im neuen Zuhause wirklich sicher fühlen. Wer diese Phase als Übergang versteht, plant die Nacht ruhiger und trifft passendere Entscheidungen.

Hilfreich ist es, den Ablauf am Abend nicht dem Zufall zu überlassen. Ein klarer Rhythmus mit ruhigen Minuten vor dem Schlafen, einem letzten Gang nach draußen und einem festen Schlafplatz gibt Orientierung. Je verlässlicher dieser Ablauf ist, desto leichter findet der Hund in die Nacht.

Ein ruhiger Tagesrhythmus unterstützt die Nacht

Die Qualität des Schlafs hängt nicht nur von den Stunden nach dem Zubettgehen ab. Auch der Tag selbst spielt eine große Rolle. Ein Welpe, der über den Tag verteilt genug Pausen, kurze Lernphasen und Ruhezeiten bekommt, kann abends leichter abschalten. Zu lange, unstrukturierte Wachphasen führen oft dazu, dass der Hund zwar müde wirkt, innerlich aber noch aufgedreht bleibt.

Hilfreich ist ein Wechsel aus Aktivität und Erholung. Kurze Spaziergänge, einfache Übungen und sanfte Beschäftigung reichen im jungen Alter meist aus. Danach braucht der Hund wieder Zeit zum Dösen. So lernt er, dass Ruhe zum Alltag gehört und nicht erst in der Nacht beginnt.

Wer mehrere kleine Ruhefenster über den Tag verteilt einplant, merkt oft auch abends einen Unterschied. Dann fällt das Einschlafen leichter, und der Hund kommt seltener in einen Zustand, in dem er immer wieder aufwacht und seine Aufmerksamkeit neu organisiert.

Schlafplatz und Umgebung sinnvoll gestalten

Ein sicherer Schlafplatz ist mehr als eine weiche Unterlage. Der Ort sollte vor Zugluft geschützt sein, keine ständigen Laufwege kreuzen und nachts möglichst wenig Reize bieten. Manche Hunde schlafen besser in der Nähe der Bezugsperson, andere kommen mit etwas Abstand schneller zur Ruhe. Entscheidend ist, dass der Platz verlässlich und ruhig bleibt.

Auch Licht und Geräusche beeinflussen den Schlaf. Ein vollkommen dunkler Raum ist nicht für jeden Hund ideal, ebenso wenig dauernd wechselnde Geräusche aus Fernseher, Türbereich oder Flur. Ein gleichmäßiges Umfeld hilft oft mehr als viele Maßnahmen. Wenn der Hund nachts leicht aufschreckt, lohnt sich ein Blick auf die Umgebung, bevor am Verhalten selbst gearbeitet wird.

Ein fester Schlafort kann außerdem dabei helfen, die Nacht besser zu strukturieren. Der Hund lernt dann schneller, dass hier Ruhephase ist und kein Platz für Spiel oder Aufmerksamkeitssuche. Das erleichtert die Orientierung, besonders in den ersten Wochen im neuen Zuhause.

Was nachts helfen kann, ohne den Hund zu aktivieren

Wer nachts aufwacht, sollte ruhig und vorhersehbar handeln. Hektik, helles Licht oder lange Gespräche bringen den Hund wieder in einen wachen Zustand. Besser ist ein kurzer, sachlicher Ablauf: aufstehen, kontrollieren, draußen oder auf eine Lösungsmöglichkeit führen und anschließend ohne Umwege zurück zum Schlafplatz.

Je weniger aus dem nächtlichen Aufwachen ein Ereignis wird, desto schneller lernt der Hund, dass Nachtzeit keine Spielzeit ist. Auch Blickkontakt, Streicheln oder längere Aufmunterung können ihn unbeabsichtigt wach halten. Sanfte Klarheit wirkt in diesem Zusammenhang oft hilfreicher als viele Worte.

  • Den Ablauf nachts möglichst gleich halten.
  • Nur so viel Licht wie nötig verwenden.
  • Nach dem Versorgen wieder zügig Ruhe herstellen.
  • Keine Spiele oder längeren Einheiten starten.

Wer konsequent ruhig bleibt, unterstützt den Hund dabei, nach dem Aufwachen schneller wieder einzuschlafen. Das spart mit der Zeit viele unnötige Unterbrechungen und macht die Nacht für beide Seiten berechenbarer.

Wann Abweichungen genauer beobachtet werden sollten

Manches nächtliche Aufwachen gehört in der Anfangsphase dazu. Häufige Unterbrechungen über einen langen Zeitraum, deutliches Hecheln, Unruhe trotz ausreichender Ruhe am Tag oder auffällige Veränderungen beim Fressen und Trinken sollten jedoch aufmerksam beobachtet werden. Auch Schmerzen, Magenprobleme oder andere körperliche Ursachen können dahinterstehen.

Wer den Ablauf mit wenigen Notizen festhält, erkennt schneller Muster. Wann war die letzte Mahlzeit? Wann war der letzte Spaziergang? Wie oft wurde der Hund nachts wach? Solche Beobachtungen helfen dabei, den Alltag zu ordnen und zu prüfen, ob Tagesablauf, Schlafplatz oder Verhalten angepasst werden müssen.

Bleibt die Nacht über längere Zeit sehr unruhig oder verschlechtert sich der Zustand plötzlich, ist eine fachliche Einschätzung sinnvoll. So lassen sich körperliche Ursachen besser von einer normalen Eingewöhnungsphase unterscheiden.

Fragen und Antworten

Wie lange dauert es, bis ein junger Hund nachts ruhiger schläft?

Das ist von Hund zu Hund verschieden, doch viele Tiere brauchen mehrere Wochen, bis sich ein verlässlicher Rhythmus einspielt. Hilfreich sind feste Abläufe am Abend, passende Ruhephasen und ein Schlafplatz, an dem der Hund sich sicher fühlt.

Sollte man auf jedes Winseln sofort reagieren?

Nicht jedes Geräusch verlangt nach sofortiger Aufmerksamkeit. Erst sollte geprüft werden, ob eine Pause, ein kurzer Gang nach draußen oder ein anderes echtes Bedürfnis dahintersteht.

Wie oft ist nachts eine Blasenpause normal?

Bei sehr jungen Hunden kann anfangs noch mehr als eine Pause nötig sein. Mit zunehmendem Alter verlängern sich die Abstände meist, wenn der Tag und die Abendroutine gut strukturiert sind.

Ist ein fester Schlafplatz sinnvoll?

Ja, ein ruhiger und gleichbleibender Platz hilft vielen Welpen beim Abschalten. Wichtig ist, dass dort weder ständig Bewegung noch viel Ablenkung herrscht.

Sollte der Hund im Schlafzimmer schlafen?

Das kann in den ersten Wochen hilfreich sein, weil die Nähe Sicherheit gibt und nächtliche Signale schneller wahrgenommen werden. Entscheidend ist, dass die Lösung zum Alltag passt und später bei Bedarf angepasst werden kann.

Hilft mehr Auslastung am Abend gegen nächtliches Aufwachen?

Zu viel Action macht viele junge Hunde eher unruhig als müde. Besser ist eine Mischung aus kontrollierter Beschäftigung, ruhigem Ausklang und einer klaren letzten Runde vor dem Schlafen.

Wie viel Futter vor dem Schlafen ist sinnvoll?

Die letzte Mahlzeit sollte so liegen, dass der Hund sie gut verdauen kann und nicht mit vollem Bauch zur Ruhe kommen muss. Ein zu später oder zu großer Snack kann den Schlaf eher stören als verbessern.

Wann sollte man tierärztlich nachfragen?

Wenn ein Hund sehr häufig aufwacht, Schmerzen zeigt, Durchfall hat oder deutlich anders wirkt als sonst, ist eine Abklärung sinnvoll. Auch auffälliger Durst, anhaltendes Hecheln oder ständiger Harndrang sollten ernst genommen werden.

Wie geht man nachts am besten mit Unruhe um?

Ruhiges, knappes Verhalten hilft meist mehr als langes Reden oder Spiel. Je klarer die Reaktion ist, desto leichter versteht der Hund, dass die Nacht kein Zeitpunkt für Beschäftigung ist.

Darf man den Hund nachts zum Spielen animieren, damit er müder wird?

Das ist keine gute Idee, weil sich der Hund damit an nächtliche Aktivität gewöhnen kann. Besser ist es, tagsüber passende Ruhe- und Aktivitätsphasen zu schaffen und die Nacht konsequent ruhig zu halten.

Fazit

Ein junger Hund braucht Zeit, bis er nachts zuverlässig durchschläft. Mit festen Abläufen, einem sicheren Schlafplatz und ruhigen Reaktionen lassen sich die Nächte Schritt für Schritt entspannter gestalten. Wichtig ist, normale Entwicklungsphasen von möglichen Warnzeichen zu unterscheiden und bei Auffälligkeiten rechtzeitig nachzusehen.

Checkliste
  • Den Ablauf nachts möglichst gleich halten.
  • Nur so viel Licht wie nötig verwenden.
  • Nach dem Versorgen wieder zügig Ruhe herstellen.
  • Keine Spiele oder längeren Einheiten starten.

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Guido Marquardt

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Melanie Weissberger

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