Google Chrome lädt Sicherheitsupdates auf unterstützten Geräten meist automatisch herunter. Wirksam wird ein bereits geladenes Update jedoch häufig erst nach einem Browserneustart. Auf dem Computer findest du die entscheidende Kontrolle unter Dreipunkt-Menü → Hilfe → Über Google Chrome: Dort stehen die installierte Versionsnummer, der Update-Status und gegebenenfalls die Schaltfläche zum Neustart.
Am 19. Oktober 2026 lag der Stable-Kanal für Windows und macOS bei Version 155.0.8059.79 beziehungsweise .80, für Linux bei 155.0.8059.79. Die Veröffentlichung enthielt 37 Sicherheitskorrekturen. Da Google neue Versionen stufenweise verteilt, kann auf deinem Gerät vorübergehend noch eine niedrigere Nummer angezeigt werden, ohne dass die Aktualisierung gestört sein muss.
Chrome auf Windows, macOS und Linux aktualisieren
Die Informationsseite des Browsers dient zugleich als Versionsanzeige und Update-Prüfung. Schließe vor dem Neustart wichtige Arbeiten in Webanwendungen ab und speichere nicht abgesendete Formulare, da eine Sitzungswiederherstellung solche Eingaben nicht zuverlässig erhält.
- Öffne Chrome und klicke oben rechts auf das Dreipunkt-Menü.
- Wähle Hilfe und danach Über Google Chrome.
- Warte, während Chrome nach einer verfügbaren Aktualisierung sucht. Ein gefundenes Update wird normalerweise selbstständig geladen.
- Erscheint die Schaltfläche Neu starten, klicke darauf, sobald du deine Arbeit gespeichert hast.
- Öffne nach dem Neustart dieselbe Seite erneut. Die Meldung, dass Chrome auf dem neuesten Stand ist, bestätigt den erfolgreichen Abschluss.
Geöffnete normale Tabs werden beim Neustart üblicherweise wiederhergestellt. Inkognito-Fenster werden dagegen geschlossen und nicht erneut geöffnet. Ein sichtbarer Hinweis zum Neustart bedeutet, dass die neuen Dateien zwar bereitstehen, der laufende Browserprozess aber noch die vorherige Version verwendet.
Die Versionsnummer richtig lesen
Eine Chrome-Version besteht aus mehreren Zahlenblöcken, beispielsweise 155.0.8059.80. Für die Prüfung ist die vollständige Nummer maßgeblich, nicht nur die erste Zahl. Zwei Geräte können dieselbe Hauptversion besitzen und sich trotzdem im letzten Zahlenblock unterscheiden, etwa weil Google unterschiedliche Builds für Betriebssysteme verteilt.
Die Versionsangabe sollte außerdem zum verwendeten Kanal passen. Die meisten Nutzer verwenden den stabilen Kanal. Beta-, Dev- und Canary-Ausgaben können höhere Nummern tragen, sind aber kein Beleg dafür, dass der stabile Browser veraltet ist. Diese Vorabversionen erhalten Änderungen früher und eignen sich nicht als Vergleichsmaßstab für eine normale Chrome-Installation.
Die offizielle Prüfrubrik für veröffentlichte Desktop-Versionen heißt Chrome Releases. Dort werden Stable-Veröffentlichungen getrennt nach Windows, macOS und Linux aufgeführt. Bei einer stufenweisen Verteilung ist es sinnvoll, zunächst die Prüfung über Über Google Chrome auszuführen und nicht allein zwei Versionsnummern verschiedener Geräte miteinander zu vergleichen.
Updates auf Android, iPhone und iPad installieren
Auf Mobilgeräten wird Chrome nicht über die Informationsseite im Browser aktualisiert. Installation und Aktualisierung laufen über den jeweiligen App-Store. Die Chrome-Einstellungen zeigen anschließend, welche Version tatsächlich installiert ist.
Android
- Öffne den Google Play Store.
- Tippe auf dein Profilbild und wähle Apps und Gerät verwalten.
- Öffne die Übersicht der verfügbaren Updates.
- Suche Chrome und tippe auf Aktualisieren. Fehlt diese Schaltfläche, bietet der Play Store für das Gerät momentan kein neueres Paket an.
- Öffne danach Chrome und rufe Menü → Einstellungen → Über Chrome auf, um die installierte Version abzulesen.
Die offizielle Chrome-Hilfe nennt Android 10 oder neuer als unterstützte Grundlage. Auf einem älteren Gerät kann eine installierte Chrome-Ausgabe weiter starten, obwohl keine neuen Versionen mehr angeboten werden. In diesem Fall behebt wiederholtes Suchen im Play Store das Unterstützungsproblem nicht.
iPhone und iPad
- Öffne den App Store und tippe auf dein Profilbild.
- Suche in der Liste ausstehender Aktualisierungen nach Chrome.
- Tippe neben Chrome auf Aktualisieren.
- Prüfe die installierte Ausgabe anschließend in Chrome unter Menü → Einstellungen → Google Chrome.
Für die im Oktober 2026 angebotenen Chrome-Ausgaben nennt die offizielle Hilfe iOS 18 oder neuer als Voraussetzung. Erhält ein älteres iPhone oder iPad kein Update, sollte daher zuerst die iOS-Version unter den Systemeinstellungen geprüft werden.
Wenn Chrome kein Update installiert
Die angezeigte Meldung bestimmt den nächsten Schritt. Wahlloses Neuinstallieren ist selten die beste erste Maßnahme, weil dabei lokale Browserdaten oder Profileinstellungen betroffen sein können.
- Chrome meldet einen ausstehenden Neustart: Speichere offene Eingaben und starte den Browser über die angebotene Schaltfläche neu. Prüfe danach die Versionsseite ein zweites Mal.
- Die Suche läuft dauerhaft oder endet mit einem Fehler: Beende Chrome vollständig, starte das Gerät neu und öffne die Versionsseite erneut. Kontrolliere außerdem, ob die Systemzeit stimmt und eine Internetverbindung besteht.
- Das Betriebssystem wird nicht mehr unterstützt: Für Desktop-Ausgaben nennt Google Windows 10 oder neuer und macOS 13 Ventura oder neuer. Unter Linux hängt die Unterstützung von Distribution und Systemarchitektur ab. Ein Betriebssystem-Upgrade ist dann vor einer neuen Chrome-Version erforderlich.
- Der Browser wird von einer Organisation verwaltet: Firmen, Schulen oder Behörden können den Zeitpunkt der Verteilung über Richtlinien steuern. Bei einer entsprechenden Verwaltungsanzeige ist die zuständige IT der richtige Ansprechpartner.
- Die veröffentlichte Version erscheint noch nicht: Bei einer gestaffelten Freigabe kann das Update erst später für dein Gerät bereitstehen. Führe die Prüfung zu einem späteren Zeitpunkt erneut aus, statt eine Version aus einer unbekannten Downloadquelle zu installieren.
Lässt sich Chrome auf einem unterstützten privaten Computer auch nach einem Systemneustart nicht aktualisieren, prüfe zuerst freien Speicherplatz und ausstehende Betriebssystemupdates. Bleibt die Update-Seite bei einer Fehlermeldung, ist die offizielle Chrome-Hilferubrik Probleme bei Chrome-Updates beheben der passende nächste Prüfpunkt. Dort werden Fehler nach Betriebssystem und angezeigtem Updatecode unterschieden.
Woran du ein vollständig abgeschlossenes Sicherheitsupdate erkennst
Eine höhere Versionsnummer allein genügt nicht, wenn Chrome noch einen Neustart verlangt. Der Vorgang ist abgeschlossen, sobald die Seite Über Google Chrome nach einem Neustart keinen weiteren Installationsschritt anbietet und den Browser als aktuell ausweist.
- Die Versionsseite beendet die Suche ohne Fehlermeldung.
- Es erscheint keine Schaltfläche Neu starten mehr.
- Die vollständige Versionsnummer wird angezeigt.
- Das Betriebssystem gehört weiterhin zu den unterstützten Versionen.
Ein Sicherheitsupdate muss keine sichtbare neue Funktion mitbringen. Änderungen können ausschließlich Schwachstellen im Hintergrund beseitigen. Die fehlende optische Veränderung ist daher kein Hinweis darauf, dass die Installation wirkungslos war.
Besonderheiten bei Chromebooks und mehreren Chrome-Profilen
Auf einem Chromebook ist die Browserkomponente an ChromeOS gekoppelt. Die Aktualisierung wird deshalb über die ChromeOS-Systemeinstellungen und nicht wie bei einer gewöhnlichen Desktop-Installation allein über die Browserseite gesteuert. Am 9. Oktober 2026 wurde für viele Geräte ChromeOS 16805.33.0 mit Browser-Version 154.0.8037.151 bereitgestellt. Modell, Updatekanal und Freigabewelle können die angezeigte Ausgabe beeinflussen.
Mehrere Profile innerhalb derselben Chrome-Installation verwenden normalerweise dieselbe Programmversion. Du musst das Update daher nicht für jedes Profil einzeln herunterladen. Der Neustart schließt allerdings alle laufenden Chrome-Fenster dieser Installation. Sichere offene Eingaben in jedem Profil, bevor du ihn ausführst.
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