IP-Adresse des Druckers herausfinden – so geht’s

Lesedauer: 5 MinAktualisiert: 1. April 2025 09:13

Stell dir vor, du willst mal eben schnell von deinem Laptop aus etwas drucken – und zack, dein Drucker ist „nicht erreichbar“. Aha. Da beginnt meist die kleine Odyssee: Wo hängt’s? Netzwerk? Treiber? Oder kennt dein PC einfach nur die IP-Adresse des Druckers nicht? Gerade in WLAN- oder Firmennetzwerken ist das ein Klassiker. Aber keine Sorge – ich zeige dir, wie du die IP-Adresse deines Druckers findest, ohne gleich zur IT-Abteilung rennen zu müssen. Das Ganze ist halb so wild – und oft in zwei Minuten erledigt.

Warum braucht man die IP-Adresse des Druckers überhaupt?

Gute Frage, oder? Die IP-Adresse ist quasi die Wohnanschrift deines Druckers im Heim- oder Büronetzwerk. Ohne diese Info kann dein Computer nicht zuverlässig mit dem Drucker kommunizieren – egal wie oft du auf „Drucken“ klickst. Wenn du etwa ein Gerät neu einrichtest, Einstellungen ändern oder Probleme beheben willst, ist diese Adresse Gold wert. Auch fürs manuelle Hinzufügen eines Druckers über das Netzwerk brauchst du sie. Und: Wenn du mehrere Drucker im Netz hast, hilft dir die IP-Adresse, den richtigen zu erwischen.

So findest du die IP-Adresse des Druckers – je nach Modell und System

Je nach Hersteller und Modell gibt es unterschiedliche Wege. Manche sind ganz easy, andere ein bisschen versteckt. Ich zeige dir ein paar typische Varianten – such dir einfach die passende aus:

Anzeige direkt am Drucker

Viele moderne Drucker haben ein kleines Display. Wenn ja: Jackpot! Dort findest du die IP-Adresse oft in den Netzwerkeinstellungen. Die Menüpunkte heißen meist:

  • Netzwerk oder Verbindungen
  • TCP/IP oder WLAN
  • IP-Adresse anzeigen

Beispiel: Bei einem HP-Drucker gehst du auf Einrichtung > Netzwerk > Einstellungen > IP-Adresse – und zack, da steht sie.

Drucker ohne Display?

Kein Problem. Viele Modelle haben die Funktion, eine Netzwerkkonfigurationsseite auszudrucken. Halte dazu bestimmte Knöpfe gedrückt oder schau ins Handbuch – oder Google. Oft reicht ein Druck auf die „Abbrechen“-Taste für 5 Sekunden oder ein Menü-Knopf, je nach Marke.

Auf diesem Ausdruck findest du meist nicht nur die IP-Adresse, sondern auch weitere Netzwerkdaten wie MAC-Adresse und Verbindungsstatus.

Über die Druckersoftware am PC

Wenn du die Software deines Druckers installiert hast (z. B. HP Smart, Epson Connect, Canon IJ Utility), findest du dort oft alle wichtigen Infos. Einfach die Anwendung öffnen, auf den Drucker klicken und nach einem Punkt wie Details oder Netzwerkübersicht suchen.

Beispiel: Bei HP Smart klickst du auf deinen Drucker, dann auf Netzwerkeinstellungen anzeigen – voilà.

Im Router nachschauen

Das ist mein persönlicher Geheimtipp – und funktioniert super, wenn du keine Lust hast, am Drucker rumzudrücken. Öffne den Browser und gib die IP-Adresse deines Routers ein (meist 192.168.0.1 oder 192.168.1.1). Logg dich ein – und geh zu den verbundenen Geräten.

Dort solltest du eine Liste aller im Netzwerk aktiven Geräte sehen. Dein Drucker steht da mit Namen, MAC-Adresse und – na klar – der IP-Adresse.

Tipp: Wenn du dir nicht sicher bist, ob der Name passt, einfach kurz den Drucker ausschalten und wieder einschalten – dann siehst du in Echtzeit, welches Gerät verschwindet und wieder auftaucht.

Über die Eingabeaufforderung (Windows)

Etwas technischer, aber schnell:

  1. Drücke Windows-Taste + R und gib cmd ein
  2. Tippe arp -a und bestätige mit Enter

Du bekommst nun eine Liste aller IP-Adressen und MAC-Adressen im Netzwerk. Wenn du die MAC-Adresse deines Druckers kennst (steht meist auf einem Aufkleber am Gerät), kannst du sie zuordnen.

Oder: Geh in die Systemsteuerung > Geräte und Drucker > Rechtsklick auf den Drucker > Eigenschaften > Anschlüsse. Dort steht oft die IP-Adresse direkt drin.

Was, wenn keine IP angezeigt wird?

Dann ist dein Drucker möglicherweise gar nicht verbunden – oder es gibt ein anderes Problem im Netzwerk. Hier hilft ein Neustart: Drucker aus- und einschalten, kurz warten, dann nochmal die Methoden oben ausprobieren. In einigen Fällen hilft es auch, den Drucker per USB mit dem Rechner zu verbinden, um die Netzwerkeinstellungen zu überprüfen und neu zu konfigurieren.

Was tun mit der IP-Adresse?

Wenn du die IP-Adresse deines Druckers hast, kannst du ihn manuell als Netzwerkdrucker hinzufügen. Gehe dazu unter Windows auf Systemsteuerung > Geräte und Drucker > Drucker hinzufügen > Drucker ist nicht aufgeführt > Drucker mit TCP/IP-Adresse hinzufügen – und gib die IP-Adresse ein. Das ist besonders nützlich, wenn der automatische Drucker-Scan deinen Drucker nicht findet.

Außerdem kannst du mit der IP-Adresse auch über den Browser auf das Webinterface des Druckers zugreifen (falls vorhanden) – einfach IP in die Adresszeile eingeben. Dort lassen sich oft viele Einstellungen ändern, Firmware updaten oder der Tintenstand prüfen. Das ist wie ein kleines Cockpit für deinen Drucker.

IP-Adresse des Druckers herausfinden – kurz und knackig

MethodeGeeignet fürAufwand
Direkt am DruckerdisplayGeräte mit BildschirmSehr gering
Ausdruck NetzwerkkonfigurationGeräte ohne DisplayGering
Druckersoftware am PCWindows/macOSGering
Router-MenüAlle GeräteMittel
Eingabeaufforderung (cmd)Fortgeschrittene NutzerMittel

Fazit: Es ist einfacher als gedacht

Die IP-Adresse des Druckers herauszufinden, klingt erstmal nach Nerd-Kram – ist es aber gar nicht. Du brauchst keine Spezialkenntnisse, sondern nur den passenden Weg. Und selbst wenn’s mal nicht auf Anhieb klappt: Mit ein bisschen Geduld kommst du ans Ziel. Bonus: Wenn du das einmal gemacht hast, kannst du’s beim nächsten Mal in Rekordzeit erledigen. ✌️

Übrigens: Wer öfter mal mit Netzwerkdruckern arbeitet – sei es zu Hause oder im Büro – sollte sich ruhig mal die MAC-Adresse und IP notieren oder den Drucker im Router fix einer Adresse zuweisen. Das spart Nerven.

Und? Hast du deinen Drucker wieder zum Laufen gebracht? 😄

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Johannes Breitenreiter

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