Mit dem Smartphone zu bezahlen, ist inzwischen erstaunlich einfach. Du kannst eine App kaufen, ein Abonnement verlängern, etwas online bestellen oder für digitale Unterhaltung bezahlen, ohne überhaupt Bargeld in die Hand nehmen zu müssen.
Dieser Komfort ist praktisch, bedeutet aber auch, dass dein Smartphone zunehmend mit Zahlungsinformationen und Online-Konten verknüpft ist. Einige ungünstig gewählte Einstellungen können Zahlungen komplizierter oder weniger sicher machen, als sie sein müssten.
Zum Glück musst du nicht deine gesamte Smartphone-Nutzung ändern. Mit ein paar praktischen Kontrollen lassen sich alltägliche mobile Zahlungen einfacher verwalten und unnötige Risiken reduzieren.
Beginne mit den grundlegenden Sicherheitseinstellungen deines Smartphones
Bevor du dir einzelne Zahlungs-Apps ansiehst, solltest du prüfen, wie dein Smartphone selbst geschützt ist.
Eine Bildschirmsperre ist die erste Verteidigungslinie. Eine sichere PIN oder ein starkes Passwort in Kombination mit Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung erschwert anderen den Zugriff auf deine Apps, falls dein Smartphone verloren geht oder gestohlen wird.
Verlasse dich nicht ausschließlich auf die biometrische Authentifizierung. In bestimmten Situationen verlangt dein Smartphone weiterhin eine PIN oder ein Passwort. Wähle deshalb etwas, das sich nicht leicht erraten lässt. Geburtstage, wiederholte Zahlen und einfache Zahlenfolgen wie 123456 sind keine gute Wahl.
Es lohnt sich außerdem zu überprüfen, wie schnell sich der Bildschirm automatisch sperrt. Bleibt dein Smartphone lange entsperrt, nachdem du es aus der Hand gelegt hast, könnte jemand darauf zugreifen, bevor eine erneute Authentifizierung erforderlich ist.
Halte Zahlungs-Apps und dein Betriebssystem aktuell
Updates dienen nicht nur dazu, neue Funktionen hinzuzufügen. Sie können auch Sicherheitsprobleme beheben, die Kompatibilität verbessern und Fehler korrigieren, die das Verhalten von Apps beeinträchtigen.
Wenn eine Zahlungs-App plötzlich abstürzt, sich nicht mehr öffnen lässt oder eine Transaktion nicht korrekt abschließt, solltest du zunächst prüfen, ob ein Update verfügbar ist, bevor du mehrere Smartphone-Einstellungen gleichzeitig änderst.
Dasselbe gilt für Android oder iOS. Ein veraltetes Betriebssystem kann mit der Zeit zu Kompatibilitätsproblemen mit neueren Versionen von Finanz- und Zahlungs-Apps führen.
Automatische Updates können dir diese Aufgabe erleichtern. Trotzdem ist es sinnvoll, manuell nach Aktualisierungen zu suchen, wenn sich eine App plötzlich anders verhält.
Sei vorsichtig beim Speichern von Zahlungsdaten
Eine gespeicherte Karte kann einen langen Bezahlvorgang auf wenige Fingertipps reduzieren. Das bedeutet aber nicht, dass du deine Zahlungsinformationen bei jeder Website und in jeder App hinterlegen musst.
Überlege dir, wie häufig du den jeweiligen Dienst tatsächlich nutzen wirst. Wenn du regelmäßig bei einem bestimmten Shop einkaufst, kann es praktisch sein, dort eine vertrauenswürdige Zahlungsmethode zu speichern. Bei einem einmaligen Kauf auf einer dir unbekannten Website kann es sinnvoller sein, die Zahlungsinformationen manuell einzugeben oder eine andere Zahlungsmöglichkeit zu wählen.
Prepaid-Zahlungsmethoden können ebenfalls praktisch sein, wenn du bestimmte Online-Einkäufe von deinem primären Bankkonto oder deiner Kreditkarte trennen möchtest. Wenn du beispielsweise eine Prepaid-Option bevorzugst, kannst du eine Paysafecard online kaufen und das verfügbare Guthaben für unterstützte Online-Zahlungen verwenden.
Entscheidend ist, eine Zahlungsmethode zu wählen, die zum jeweiligen Kauf passt, anstatt automatisch überall dieselbe Option zu verwenden.
Überprüfe die App-Berechtigungen
Eine Zahlungs-App kann bestimmte Berechtigungen durchaus benötigen. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede Berechtigung automatisch aktiviert sein sollte.
Öffne die Datenschutz- oder App-Einstellungen deines Smartphones und überprüfe, worauf die einzelnen Finanz- und Shopping-Apps zugreifen können. Je nach Dienst können dazu deine Kamera, Kontakte, dein Standort, Fotos, Mikrofon oder Benachrichtigungen gehören.
Überlege bei jeder Berechtigung, ob sie tatsächlich sinnvoll ist. Der Zugriff auf die Kamera kann beispielsweise erforderlich sein, um einen QR-Code zu scannen. Ein dauerhafter Zugriff auf deinen Standort ist bei einer App, die du nur selten verwendest, möglicherweise weniger wichtig.
Sowohl Android als auch iOS bieten Einstellungen, mit denen du App-Berechtigungen überprüfen und ändern kannst. Bei einer gelegentlichen Kontrolle entdeckst du möglicherweise auch ältere Apps, die noch auf Funktionen zugreifen können, die sie gar nicht mehr benötigen.
Ignoriere Zahlungsbenachrichtigungen nicht
Benachrichtigungen können lästig sein, besonders wenn Dutzende Apps gleichzeitig um deine Aufmerksamkeit konkurrieren. Bei Zahlungsbenachrichtigungen sieht die Sache anders aus.
Wenn du Transaktionsbenachrichtigungen aktiviert lässt, kannst du unerwartete Aktivitäten schneller bemerken. Erhältst du eine Meldung über eine Zahlung, die du nicht kennst, kannst du sie sofort überprüfen, anstatt sie erst viel später auf einer Abrechnung zu entdecken.
Du brauchst natürlich nicht jede Werbebenachrichtigung einer Shopping- oder Zahlungs-App. Gehe die Benachrichtigungseinstellungen durch und deaktiviere Marketingmeldungen, während du wichtige Hinweise zu deinem Konto, zu Anmeldungen und Transaktionen aktiviert lässt.
Vermeide Zahlungen über unbekannte Netzwerke
Öffentliches WLAN ist praktisch, wenn du unterwegs bist, einkaufst oder irgendwo wartest. Allerdings weißt du nicht immer, wer das Netzwerk betreibt.
Wenn du auf ein Finanzkonto zugreifen oder eine Zahlung durchführen möchtest, sind deine mobile Datenverbindung oder ein vertrauenswürdiges privates WLAN in der Regel die bessere Wahl.
Überprüfe außerdem die Website oder App sorgfältig, bevor du Informationen eingibst. Ein bekanntes Logo bedeutet nicht automatisch, dass du den legitimen Dienst verwendest. Bei Links in unerwarteten SMS, E-Mails oder Nachrichten in sozialen Netzwerken ist besondere Vorsicht geboten.
Öffne nach Möglichkeit die offizielle App selbst oder gib die Website-Adresse direkt ein, anstatt einem unbekannten Zahlungslink zu folgen.
Sorge dafür, dass du dein Smartphone leichter wiederfinden kannst
Zahlungssicherheit betrifft nicht nur das, was passiert, während du dein Smartphone in der Hand hältst. Du solltest dich auch auf den Fall vorbereiten, dass es verloren geht.
Stelle sicher, dass die Funktion zum Auffinden deines Geräts eingerichtet ist, bevor du sie tatsächlich benötigst. Android und iPhone bieten Funktionen, mit denen sich ein verlorenes Smartphone aus der Ferne orten, sperren oder löschen lässt.
Du solltest außerdem wissen, wie du von einem anderen Gerät auf wichtige Konten zugreifen kannst. Wenn dein Smartphone verschwindet, lässt sich die Situation leichter unter Kontrolle bringen, wenn du schnell Passwörter ändern oder deinen Zahlungsanbieter kontaktieren kannst.
Ein paar Kontrollen können einen großen Unterschied machen
Du brauchst weder komplizierte Sicherheitssoftware noch Dutzende neue Einstellungen, um mobile Zahlungen sicherer zu verwalten.
Beginne mit den Grundlagen: Schütze dein Smartphone mit einer sicheren Sperre, installiere Updates, überprüfe App-Berechtigungen, lasse wichtige Transaktionsbenachrichtigungen aktiviert und überlege dir gut, wo du Zahlungsdaten speicherst.
Wenn diese Gewohnheiten erst einmal zur Routine geworden sind, bleibt das Bezahlen mit dem Smartphone genau das, was es sein sollte: schnell, bequem und einfach zu verwalten.
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