Es können keine Updates installiert werden: Wählen Sie diese Nachricht zur Behebung aus – Lösung

Lesedauer: 7 MinAktualisiert: 5. September 2025 08:17

Wenn auf dem Bildschirm die Meldung erscheint „Es können keine Updates installiert werden: Wählen Sie diese Nachricht zur Behebung aus“, wirkt das zunächst verwirrend. Die gute Nachricht: Meist steckt kein gravierender Fehler dahinter, sondern ein klar behebbares Problem.

Die Antwort lautet: Diese Meldung tritt typischerweise unter Windows auf, wenn ein Update blockiert wird – etwa durch fehlenden Speicher, beschädigte Update-Dateien oder blockierende Programme.

Das bedeutet konkret: Mit ein paar einfachen Schritten lässt sich die Ursache eingrenzen und in vielen Fällen direkt beheben, ohne dass man gleich den PC neu aufsetzen muss.

Warum erscheint diese Meldung überhaupt?

Windows versucht Updates im Hintergrund herunterzuladen und zu installieren. Klappt das nicht, blendet es diese Nachricht ein. Die häufigsten Gründe sind:

  • Zu wenig freier Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk.
  • Unterbrochene oder fehlerhafte Internetverbindung.
  • Beschädigte Update-Dateien im Windows-Ordner.
  • Antivirensoftware oder Firewalls, die den Prozess blockieren.
  • Konflikte mit älteren Updates oder fehlerhafte Systemdateien.

Sofortmaßnahmen, die oft helfen

Bevor man tiefer einsteigt, helfen diese schnellen Schritte in vielen Fällen sofort:

  1. Rechner neu starten und den Update-Vorgang erneut anstoßen.
  2. Prüfen, ob genügend freier Speicher auf der Systemfestplatte vorhanden ist (mindestens 10–20 GB empfohlen).
  3. Internetverbindung testen und ggf. kurz trennen und wiederherstellen.
  4. Virenscanner oder Firewall vorübergehend deaktivieren und Update erneut starten.

Detaillierte Lösungen Schritt für Schritt

1. Windows Update-Problembehandlung starten

Windows bringt eine eigene Funktion zur Fehlerbehebung mit:

Anleitung
1Rechner neu starten und den Update-Vorgang erneut anstoßen.
2Prüfen, ob genügend freier Speicher auf der Systemfestplatte vorhanden ist (mindestens 10–20 GB empfohlen).
3Internetverbindung testen und ggf. kurz trennen und wiederherstellen.
4Virenscanner oder Firewall vorübergehend deaktivieren und Update erneut starten.

  • Öffne Einstellungen > Update & Sicherheit > Problembehandlung.
  • Wähle Windows Update und lasse die Reparatur automatisch durchführen.

2. Update-Cache leeren

Beschädigte Dateien können Updates blockieren:

  • Öffne die Eingabeaufforderung (Administrator).
  • Gib nacheinander diese Befehle ein: net stop wuauserv net stop bits
  • Lösche den Inhalt des Ordners C:\Windows\SoftwareDistribution\Download.
  • Danach Updates neu starten mit: net start wuauserv net start bits

3. Systemdateien überprüfen

Defekte Dateien im Windows-System verhindern Updates:

  • Eingabeaufforderung (Admin) öffnen.
  • Befehl eingeben: sfc /scannow
  • Anschließend: DISM /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth

4. Speicherplatz schaffen

Oft reicht es, temporäre Dateien zu löschen:

  • Datenträgerbereinigung öffnen.
  • „Systemdateien bereinigen“ wählen.
  • Alte Updates, Cache-Dateien und Papierkorb leeren.

5. Updates manuell installieren

Falls automatische Updates scheitern:

  • Besuch der offiziellen Microsoft Update-Katalog-Seite.
  • KB-Nummer des fehlgeschlagenen Updates eingeben.
  • Passendes Paket herunterladen und installieren.

Wann sollte man vorsichtig sein?

Wenn die Meldung trotz aller Maßnahmen immer wieder auftaucht, kann ein tiefergehendes Problem vorliegen – etwa beschädigte Systemkomponenten oder ein inkompatibler Treiber. In diesem Fall sollte man:

  • Ein aktuelles Backup erstellen.
  • Die Wiederherstellungspunkte prüfen.
  • Gegebenenfalls professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Tipps zur Vorbeugung

  • Rechner regelmäßig neustarten, damit Updates sauber abgeschlossen werden.
  • Immer genügend Speicherplatz auf Laufwerk C: freihalten.
  • Externe USB-Geräte während Updates entfernen.
  • System und Treiber aktuell halten, um Konflikte zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet „Wählen Sie diese Nachricht zur Behebung aus“?

Das ist ein Hinweis, dass Windows erkannt hat, dass ein Update nicht installiert werden konnte. Mit einem Klick öffnet sich das Update-Center, wo oft schon eine Lösung oder ein Hinweis angezeigt wird.

Muss ich sofort handeln, wenn die Meldung erscheint?

Ja, Updates schließen oft Sicherheitslücken. Es ist sinnvoll, das Problem möglichst bald zu beheben. Ein Aufschieben kann die Sicherheit und Stabilität des Systems gefährden.

Kann ein defekter Virenscanner Updates blockieren?

Ja, manche Sicherheitsprogramme überwachen den Update-Vorgang so streng, dass Downloads blockiert werden. Testweise deaktivieren hilft oft, die Ursache einzugrenzen. Danach sollte der Scanner aber wieder eingeschaltet werden.

Hilft eine Systemwiederherstellung?

Wenn Updates seit kurzem fehlschlagen, kann eine Rückkehr zu einem früheren Wiederherstellungspunkt helfen. Damit wird das System auf einen funktionierenden Zustand zurückgesetzt. Daten bleiben in der Regel erhalten.

Was tun, wenn auch manuelles Installieren scheitert?

Dann liegt das Problem tiefer. Oft hilft die Reparatur mit DISM oder ein Inplace-Upgrade von Windows, bei dem das System neu installiert, aber Daten und Programme behalten werden.

Warum scheitern Windows-Updates so oft?

Windows-Updates greifen tief ins System ein und müssen mit Treibern, Programmen und Sicherheitssoftware zusammenspielen. Schon kleine Konflikte – etwa ein blockierender Virenscanner oder fehlerhafte Systemdateien – können den Vorgang verhindern. Auch instabile Internetverbindungen oder zu wenig Speicherplatz sind typische Ursachen.

Kann ich Updates auch komplett deaktivieren?

Ja, technisch ist es möglich, automatische Updates zu deaktivieren. Allerdings wird das nicht empfohlen, da dadurch wichtige Sicherheitslücken offenbleiben. Besser ist es, Updates manuell zu steuern oder zeitlich zu verschieben, statt sie dauerhaft auszuschalten.

Wie viel Speicherplatz brauchen Windows-Updates?

Je nach Update können das wenige Megabyte oder mehrere Gigabyte sein. Funktionsupdates für Windows 10 oder 11 benötigen oft 10–20 GB freien Speicher. Deshalb lohnt es sich, regelmäßig temporäre Dateien zu löschen oder große Dateien auf externe Laufwerke auszulagern.

Hilft ein Neustart wirklich bei Update-Fehlern?

Oft ja. Viele Update-Prozesse werden erst nach einem Neustart abgeschlossen. Außerdem setzt ein Neustart blockierte Dienste zurück, die für die Installation gebraucht werden. Deshalb ist das eine der ersten Maßnahmen, die man ausprobieren sollte.

Wie kann ich Updates im abgesicherten Modus installieren?

Im abgesicherten Modus lädt Windows nur die nötigsten Treiber. Normalerweise sind Updates dort nicht verfügbar. Allerdings kann man bestimmte Reparaturbefehle wie sfc /scannow oder DISM nutzen, um das System wieder updatefähig zu machen. Danach laufen Updates im normalen Modus oft reibungslos.

Was tun, wenn ein Update ständig fehlschlägt?

Dann lohnt es sich, die KB-Nummer des Updates herauszusuchen und es direkt aus dem Microsoft Update-Katalog herunterzuladen. Dadurch umgeht man Fehler beim automatischen Download. Bleibt das Problem bestehen, sollte der Update-Cache gelöscht und die Systemdateien geprüft werden.

Können defekte Treiber Updates blockieren?

Ja, inkompatible oder beschädigte Treiber sind eine häufige Ursache. Vor allem Grafik- und Netzwerktreiber können Update-Vorgänge behindern. Es hilft, diese Treiber manuell zu aktualisieren oder vorübergehend zu deinstallieren, bevor man den Update-Versuch erneut startet.

Wie erkenne ich, welches Update den Fehler verursacht?

Im Windows-Update-Verlauf findet man eine Liste mit allen erfolgreichen und fehlgeschlagenen Updates. Dort steht auch die jeweilige KB-Nummer. Mit dieser Nummer kann man gezielt nach Lösungen oder Downloads suchen.

Sollte man Tools von Drittanbietern zur Update-Reparatur nutzen?

Manche Tools versprechen einfache Lösungen, aber sie sind nicht immer zuverlässig und können das System zusätzlich belasten. Sicherer ist es, die eingebauten Windows-Werkzeuge wie Problembehandlung, SFC oder DISM zu verwenden. Drittanbieter-Tools sollten nur im Notfall eingesetzt werden.

Lohnt sich ein Inplace-Upgrade, wenn Updates nicht mehr gehen?

Ja, das kann eine gute Lösung sein. Dabei wird Windows über die bestehende Installation „drüberinstalliert“. Daten und Programme bleiben erhalten, beschädigte Systemdateien werden ersetzt. Ein Inplace-Upgrade behebt oft hartnäckige Update-Probleme, ohne dass man alles neu einrichten muss.

Zusammenfassung

Die Meldung „Es können keine Updates installiert werden“ ist ärgerlich, aber in den meisten Fällen schnell lösbar. Mit Neustart, Speicherprüfung und Update-Problembehandlung verschwinden die Fehler häufig. Hartnäckige Fälle lassen sich mit dem Leeren des Update-Caches oder einer manuellen Installation beheben. Wer regelmäßig Wartung betreibt, Updates nicht aufschiebt und das System sauber hält, wird solche Meldungen künftig seltener sehen.

Fazit

Updates sind wichtig für Sicherheit und Stabilität. Wenn die Meldung erscheint, sollte man sie nicht ignorieren, sondern die Lösungsschritte nacheinander ausprobieren. Meist reichen einfache Mittel wie Neustart oder Cache-Leeren schon aus. Bei komplexeren Fällen helfen manuelle Installationen oder Reparaturbefehle. Wichtig ist, das System nicht sich selbst zu überlassen – denn je länger Probleme bestehen, desto schwieriger wird ihre Behebung. Mit den Tipps aus diesem Beitrag lässt sich das Update-Problem zuverlässig meistern, und Windows bleibt dauerhaft auf dem neuesten Stand.

Checkliste
  • Zu wenig freier Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk.
  • Unterbrochene oder fehlerhafte Internetverbindung.
  • Beschädigte Update-Dateien im Windows-Ordner.
  • Antivirensoftware oder Firewalls, die den Prozess blockieren.
  • Konflikte mit älteren Updates oder fehlerhafte Systemdateien.

Quellen

Microsoft Support – Windows Update Fehler beheben Offizielle Anleitung von Microsoft, die gängige Update-Probleme beschreibt und Schritt-für-Schritt-Lösungen bereitstellt.

Heise – Windows Update funktioniert nicht Ein Ratgeber mit typischen Ursachen und praktischen Lösungen, speziell für Windows 10 und 11.

Chip – Windows Update scheitert Der Artikel erklärt Ursachen für blockierte Updates und gibt konkrete Tipps zum Zurücksetzen von Diensten und zum Leeren des Update-Caches.

ComputerBild – Windows Update funktioniert nicht Hier wird erklärt, wie man Update-Fehler analysiert, welche Tools helfen und wann ein Inplace-Upgrade sinnvoll ist.

Dr. Windows Forum – Windows Update Probleme Ein Forum mit vielen Praxisbeispielen, in dem Nutzer ihre Erfahrungen teilen und Lösungen für konkrete Update-Fehlercodes geben.

PC-Welt – Update-Probleme lösen Die Redaktion zeigt praxisnahe Workarounds und gibt Tipps, wie man Updates auch manuell installieren kann.

Microsoft Update-Katalog Offizielle Seite, auf der man fehlgeschlagene Updates anhand der KB-Nummer manuell herunterladen und installieren kann.
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