Warum nimmt mein Mikrofon plötzlich nur noch Rauschen auf?

Lesedauer: 14 MinAktualisiert: 6. Juni 2026 18:23

Ein Mikrofon, das nur noch Rauschen liefert, hat meist eine von wenigen Ursachen: das falsche Eingabegerät ist ausgewählt, eine Verbindung sitzt nicht richtig, das Signal ist übersteuert oder in der Aufnahme-Software ist etwas falsch eingestellt. Mit einer kurzen Abfolge aus Prüfen, Umschalten und Vergleichen lässt sich die Fehlerquelle oft schnell eingrenzen.

Die gute Nachricht: In vielen Fällen ist das Problem mit ein paar gezielten Handgriffen behoben. Wichtig ist, sauber zu unterscheiden, ob das Rauschen schon vor dem Computer entsteht oder erst in der App, im Betriebssystem oder durch Zubehör dazukommt.

Erst einmal die Richtung klären

Rauschen ist nicht gleich Rauschen. Manchmal hört man ein gleichmäßiges Zischen, manchmal ein Kratzen, manchmal ein tiefes Brummen mit Nebengeräuschen. Diese Unterschiede sind hilfreich, weil sie oft schon verraten, wo die Störung entsteht.

Ein gleichmäßiges Zischen deutet häufig auf eine zu hohe Verstärkung, ein empfindliches Mikrofon oder eine schlechte Abschirmung hin. Kratzen und Aussetzer sprechen eher für ein Kabelproblem, lockere Buchsen oder eine instabile drahtlose Verbindung. Brummen entsteht oft durch Netzteile, USB-Störungen oder eine schlechte Masseverbindung bei Audiozubehör.

Bevor du an Treibern oder Ersatzgeräten denkst, lohnt sich eine kurze Eingrenzung: Tritt das Rauschen in jeder App auf, nur in einer Anwendung oder auch direkt in den Systemeinstellungen? Genau dort trennt sich die einfache Einstellungsfrage von einem echten Hardwareproblem.

Die schnellste Eingrenzung

Starte mit einer einfachen Reihenfolge. Erst das Eingabegerät prüfen, dann die Software, dann das Zubehör. Diese Reihenfolge spart Zeit, weil du nicht vorschnell an der falschen Stelle suchst.

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  • Wähle in der App ausdrücklich das richtige Mikrofon aus.
  • Teste das Mikrofon in einer zweiten Anwendung oder im Aufnahmebereich des Systems.
  • Ziehe Stecker, Adapter und Verlängerungen einmal ab und stecke sie sauber neu ein.
  • Reduziere die Eingangsverstärkung, falls sie sehr hoch eingestellt ist.
  • Teste nach Möglichkeit ein anderes Kabel, einen anderen Port oder ein anderes Headset.

Bleibt das Rauschen überall gleich, liegt der Verdacht eher auf Hardware, Anschluss oder Stromversorgung. Verschwindet es in einer anderen App, ist die Ursache oft in der Aufnahme- oder Konferenzsoftware zu suchen.

Typische Ursachen im Alltag

Sehr häufig ist einfach das falsche Mikrofon aktiv. Viele Geräte haben mehr als eine Audioquelle: eingebautes Mikrofon, Headset-Mikrofon, Webcam-Mikrofon, USB-Mikrofon oder ein Bluetooth-Gerät. Wenn die App das schwächste oder ungeeignete Signal nutzt, klingt die Aufnahme schnell nach Hintergrundrauschen mit etwas Stimme darin.

Auch eine zu stark aufgedrehte Verstärkung kann das Problem auslösen. Ein Mikrofon, das zu leise ankommt, wird oft per Software oder Hardware stark angehoben. Dabei wird nicht nur die Stimme lauter, sondern auch das Eigenrauschen. Wer die Verstärkung übertreibt, holt den Raumklang, den Rechnerlüfter und das Grundrauschen gleich mit ins Signal.

Ein weiterer Klassiker sind billige oder lange Adapterketten. Ein USB-C-auf-USB-A-Adapter, eine Verlängerung, ein Klinke-auf-USB-Wandler und noch ein Splitter dazwischen sind oft eine Einladung für Störungen. Je mehr Übergänge im Signalweg, desto eher schleichen sich Nebengeräusche ein.

Verbindung und Stromversorgung

Bei USB-Mikrofonen spielt die Stromversorgung eine größere Rolle, als viele erwarten. Ein angeschlossener USB-Hub ohne eigene Stromversorgung, ein lockerer Port oder ein Frontanschluss am Gehäuse können hörbares Rauschen, Knacken oder sporadische Aussetzer verursachen.

Anleitung
1In der Aufnahme-App das richtige Mikrofon auswählen.
2Die Eingangslautstärke etwas senken und erneut testen.
3Das Mikrofon direkt an einen anderen Anschluss stecken.
4Ein anderes Kabel oder einen anderen Adapter verwenden.
5Die Aufnahme in einer zweiten App oder im Systemtest vergleichen — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Bei Klinkenanschlüssen ist die Lage ähnlich empfindlich. Ein Stecker, der nicht ganz sitzt, erzeugt schnell Brummen oder ein dünnes, rauschiges Signal. Ein vierpoliger Headset-Stecker passt außerdem nicht in jede Buchse gleich gut, vor allem wenn Mikrofon- und Kopfhöreranschluss getrennt sind. Dann kommt das Signal manchmal zwar an, aber mit viel Nebengeräusch.

Bluetooth-Mikrofone haben wieder ihre eigenen Eigenheiten. Sobald ein Gerät in den Sprachmodus wechselt, sinkt oft die Klangqualität deutlich. Das ist kein Defekt im engeren Sinn, sondern eine technische Begrenzung der Übertragung. Wer beim Telefonieren oder in Konferenzen nur Rauschen oder blechernen Klang hört, sollte deshalb nicht nur das Mikrofon selbst, sondern auch die Bluetooth-Kopplung und das gewählte Profil prüfen.

Software, Treiber und Berechtigungen

Auch Software kann ein eigentlich gutes Mikrofon kaputt klingen lassen. Aufnahme-Apps legen manchmal automatische Klangverbesserungen an, aktivieren Unterdrückung von Nebengeräuschen oder komprimieren das Signal so stark, dass Sprache dünn und rauschig wirkt.

Treiberfehler sind ebenfalls eine häufige Ursache. Nach einem Update, einem Gerätewechsel oder einer Neuinstallation kann es passieren, dass der Computer zwar ein Mikrofon erkennt, aber das falsche Format, die falsche Abtastrate oder eine fehlerhafte Verstärkung nutzt. Dann ist das Gerät technisch vorhanden, liefert aber nur ein verzerrtes Restsignal.

Auch die Rechte für den Mikrofonzugriff sollten stimmen. Ist der Zugriff in den Systemeinstellungen oder in der Browserfreigabe blockiert, greifen manche Programme auf ein Ausweichgerät oder auf ein sehr schlechtes Profil zurück. Das Ergebnis klingt dann oft wie Rauschen, obwohl das eigentliche Mikrofon gar nicht richtig angesprochen wird.

Was du nacheinander prüfen kannst

Hilfreich ist eine klare Reihenfolge, damit du nicht im Kreis läufst:

  1. In der Aufnahme-App das richtige Mikrofon auswählen.
  2. Die Eingangslautstärke etwas senken und erneut testen.
  3. Das Mikrofon direkt an einen anderen Anschluss stecken.
  4. Ein anderes Kabel oder einen anderen Adapter verwenden.
  5. Die Aufnahme in einer zweiten App oder im Systemtest vergleichen.
  6. Automatische Klangverbesserungen vorübergehend deaktivieren.

Wenn nach diesen Schritten das Signal sauber wird, war es meist eine Einstellung oder ein Anschlussproblem. Bleibt das Rauschen identisch, lohnt sich ein Blick auf das Mikrofon selbst.

Wenn das Mikrofon selbst die Ursache ist

Ein Mikrofon kann auch schlicht verschleißen. Feuchtigkeit, Stürze, Staub oder ein beschädigtes Kapselmodul führen dazu, dass nur noch ein unruhiges, dumpfes oder rauschendes Signal ankommt. Das passiert besonders bei Headsets, die häufig in Taschen landen, verdreht werden oder an dünnen Kabeln hängen.

Bei Kondensatormikrofonen können ein defektes Kabel, eine unzuverlässige Phantomspeisung oder ein schwaches Interface die Aufnahme ruinieren. Dynamische Mikrofone sind robuster, reagieren aber ebenfalls empfindlich auf schlechte Vorverstärker oder lose Kontakte. Das Mikrofon muss also nicht komplett kaputt sein, um schlecht zu klingen. Manchmal reicht schon ein kleines Problem in der Spannungs- oder Signalführung.

Ein guter Test ist ein Gerätevergleich. Funktioniert das Mikrofon an einem anderen Rechner ebenfalls nur mit Rauschen, liegt die Ursache sehr wahrscheinlich am Mikrofon oder am Kabel. Klingt es dort sauber, ist das Problem auf dem ersten Gerät, in der Software oder am Anschluss zu suchen.

Alltägliche Sonderfälle, die oft übersehen werden

Eine offene Videokonferenz im Hintergrund kann die Klangsteuerung beeinflussen. Manche Programme beanspruchen das Mikrofon exklusiv oder ändern automatisch die Sprachverarbeitung. Dann klingt das Signal außerhalb der App plötzlich anders als innerhalb der App.

Auch ein schlecht sitzendes Headset kann täuschen. Das Mikrofon sitzt dann näher an der Kleidung als am Mund, nimmt Reibegeräusche auf und verstärkt alles, was eigentlich im Hintergrund bleiben sollte. Das hört sich schnell nach Rauschteppich an, obwohl die eigentliche Ursache nur die Position ist.

Ein weiterer Sonderfall sind Geräte mit aktivem Rauschunterdrückungs- oder Sprachverbesserungsmodus. Diese Funktionen arbeiten je nach System gut oder erstaunlich daneben. Sie können Sprache verschlucken, Atemgeräusche hochziehen oder ein pumptes, künstliches Grundrauschen erzeugen. Gerade bei günstigen Headsets lohnt sich deshalb ein Gegencheck mit abgeschalteter Automatik.

Wenn du das Problem an einem Laptop hast

Bei Laptops ist das eingebaute Mikrofon oft stärker von Störungen betroffen als ein externes USB-Mikrofon. Lüfter, Tastaturanschläge, Gehäuseschwingungen und Netzteilbrummen landen schneller im Signal, als man denkt. Das ist besonders auffällig, wenn der Laptop auf einer harten Unterlage steht oder gleichzeitig geladen wird.

Eine einfache Gegenprobe hilft hier enorm: Laufe der Aufnahme einmal im Akkubetrieb und dann im Netzbetrieb. Ändert sich das Geräusch deutlich, ist die Stromversorgung oder die elektrische Abschirmung ein starker Verdacht. Sitzt das Mikrofon sehr nah am Lüfter, kann schon eine kleine Änderung der Position einen großen Unterschied machen.

Wenn die Aufnahme nur in einer App schlecht klingt

Ist das Rauschen nur in einer einzigen Anwendung vorhanden, liegt die Ursache oft in der App-Konfiguration. Viele Programme haben eigene Mikrofonprofile, separate Berechtigungen und zusätzliche Filter. Das heißt: Das System kann korrekt arbeiten, während die App das Signal verfälscht.

Prüfe in diesem Fall, ob die App das richtige Eingabegerät nutzt und ob Hintergrundrauschen, Echo-Unterdrückung oder Sprachverbesserungen aktiv sind. Manche Programme reagieren auch empfindlich auf falsche Sampleraten. Dann hilft es, das Mikrofon neu auszuwählen und die App einmal komplett neu zu starten, damit sie die Audioeinstellungen sauber neu einliest.

Typische Missverständnisse

Ein lautes Rauschen bedeutet nicht automatisch, dass das Mikrofon defekt ist. Sehr oft ist es einfach nur falsch verstärkt, falsch verbunden oder doppelt verarbeitet. Wer sofort ein neues Gerät kauft, überspringt leicht die eigentliche Ursache und gibt Geld aus, obwohl ein umgestellter Regler gereicht hätte.

Umgekehrt ist ein leises, aber sauberes Signal meist leichter zu retten als ein lautes, verrauschtes Signal. Lieber etwas näher ans Mikrofon gehen und die Verstärkung moderat halten, als das Eingangssignal künstlich hochzuziehen. Das Ergebnis klingt fast immer natürlicher.

Es ist auch ein Irrtum, dass teurere Mikrofone automatisch weniger Probleme machen. Ein hochwertiges Mikrofon zeigt Störungen oft sogar deutlicher, weil es ehrlicher aufnimmt. Schwache Anschlüsse, billige Adapter oder schlechte Einstellungen werden dadurch sichtbarer, beziehungsweise hörbarer.

Was du bei kabellosen Mikrofonen beachten solltest

Funkmikrofone und drahtlose Headsets reagieren sensibel auf Abstand, Hindernisse und Störungen im Umfeld. Wände, andere Funkgeräte und selbst ungünstig platzierte USB-Ports können das Signal verschlechtern. Dann entstehen Aussetzer, Zischeln oder ein Rauschhintergrund, der nicht dauerhaft, aber störend im Ablauf schwankt.

Bei solchen Geräten lohnt es sich, Batterie oder Akkustand zu prüfen und den Empfänger möglichst frei zu platzieren. Auch die Nähe zu WLAN-Routern, USB-3.0-Anschlüssen oder Metallgehäusen kann eine Rolle spielen. Ein anderer Standort für den Empfänger genügt manchmal schon, damit das Signal deutlich sauberer wird.

Praxis mit einem Headset am Laptop

Ein Student startet eine Sprachaufnahme für ein Referat und hört nur noch leises Zischen. Das Headset ist zwar verbunden, aber die App nutzt aus Versehen das eingebaute Mikrofon des Laptops. Nach dem Wechsel auf das Headset-Mikrofon und einer kleinen Reduzierung der Eingangsverstärkung ist die Stimme sauber verständlich.

Hier war also weder das Headset noch der Laptop selbst kaputt. Die Kombination aus falscher Eingabequelle und zu hoher Verstärkung hat das Problem ausgelöst. Genau solche Fälle wirken schlimmer, als sie sind, weil das Ergebnis nach einem Defekt klingt, die Ursache aber in den Einstellungen steckt.

Praxis mit einem USB-Mikrofon im Homeoffice

Eine Person nutzt ein USB-Mikrofon an einem ungepowerten Hub, weil am Laptop nur wenige freie Ports vorhanden sind. In Videokonferenzen kommt nur ein rauschender, gelegentlich abreißender Ton an. Nach dem direkten Anschluss am Laptop und dem Wechsel auf einen anderen Port verschwindet das Rauschen fast vollständig.

Der Unterschied liegt hier nicht am Mikrofon allein, sondern an der Strom- und Signalversorgung. Gerade bei Geräten mit höherem Energiebedarf macht der direkte Anschluss oft mehr aus als jede Softwareeinstellung.

Praxis mit einem Smartphone-Setup

Beim Aufnehmen von Sprachmemos mit einem externen Mikrofon klingt das Ergebnis plötzlich wie durch einen Tunnel mit Rauschen. Ursache ist häufig ein nicht vollständig kompatibler Adapter oder eine App, die das externe Mikrofon nicht sauber übernimmt. Nach dem Abziehen und erneuten Einstecken, dem Neustart der App und einer erneuten Freigabe des Mikrofons wird die Aufnahme meist wieder normal.

Auch hier zeigt sich: Erst Verbindung, dann App, dann Gerät prüfen. Wer in dieser Reihenfolge vorgeht, findet die Ursache meist schneller als mit wildem Ausprobieren.

Wann sich ein Ersatz lohnt

Ein Ersatz ist dann sinnvoll, wenn das Mikrofon an mehreren Geräten gleich schlecht klingt, das Kabel sichtbar beschädigt ist oder die Kontakte wackeln. Auch starke Kratzgeräusche bei jeder Bewegung des Kabels sind ein Hinweis auf einen Defekt im Leitungsweg.

Ist dagegen nur eine einzelne App betroffen oder ein bestimmter Port am Computer auffällig, solltest du vorher die Umgebung reparieren oder umstellen. Ein neues Mikrofon löst keine fehlerhafte Rechteverwaltung, keinen kaputten Adapter und keinen störrischen Treiber.

Wenn du nach allen Prüfungen immer noch Rauschen bekommst, hilft eine systematische Trennung: anderes Kabel, anderer Anschluss, andere App, anderes Gerät. Bleibt der Fehler bei einem bestimmten Teil, hast du den Schuldigen meist gefunden.

Die häufigsten Fehler bei der Suche

Viele springen zu schnell zu Treibern oder Neuinstallationen und übersehen die einfachen Dinge. Dabei sind die banalsten Ursachen oft die wahrscheinlichsten: falsches Mikrofon, zu viel Verstärkung, lockerer Stecker oder ein USB-Hub mit Eigenleben.

Ein anderer Fehler ist, mehrere Änderungen auf einmal zu machen. Dann weiß man am Ende nicht mehr, welche Maßnahme geholfen hat. Besser ist es, immer nur einen Punkt zu ändern und danach sofort zu testen.

Ebenso problematisch ist es, den Klang nur in einer einzigen App zu beurteilen. Ein sauberer Vergleich zwischen zwei Programmen oder zwischen Systemtest und App-Test spart viel Rätselraten.

Wer die Ursache sauber eingrenzt, spart Zeit, Nerven und oft auch Geld. Meist ist das Problem lösbar, ohne gleich an einen Defekt zu glauben. Entscheidend ist, die Kette vom Mikrofon bis zur Aufnahme-App in der richtigen Reihenfolge zu prüfen.

FAQ

Warum nimmt ein Mikrofon plötzlich nur noch Rauschen auf?

Oft liegt die Ursache nicht an einem einzigen Defekt, sondern an einer Änderung in der Verbindung, an der Eingangsempfindlichkeit oder an einer App, die das falsche Aufnahmegerät nutzt. Auch ein lockerer Stecker, ein leerer Akku oder eine aktivierte Signalverbesserung kann dazu führen, dass nur noch Störgeräusche ankommen.

Wie finde ich zuerst heraus, ob das Mikrofon selbst betroffen ist?

Teste das Mikrofon an einem zweiten Gerät oder in einer anderen Aufnahme-App. Bleibt das Ergebnis gleich, ist die Ursache eher am Mikrofon, am Kabel oder am Funkempfänger zu suchen. Funktioniert es dort normal, liegt das Problem meist an den Einstellungen des ursprünglichen Geräts.

Welche Einstellungen sollte ich als Erstes prüfen?

Kontrolliere den richtigen Eingang, die Lautstärke des Mikrofons und eine mögliche Verstärkung. Zu hohe Verstärkung macht aus einem schwachen Signal schnell ein lautes Rauschen. Prüfe außerdem, ob eine automatische Pegelanpassung oder ein Rauschfilter die Aufnahme verschlechtert.

Kann ein falscher Anschluss das Störsignal verursachen?

Ja, besonders bei Headsets, USB-Adaptern und Klinkenlösungen kommt es häufig zu Verwechslungen. Ein Mikrofon in der falschen Buchse oder ein wackeliger Adapter sorgt oft dafür, dass nur ein sehr schwaches oder gar kein Sprachsignal ankommt. Auch ein beschädigtes Kabel kann genau dieses Bild erzeugen.

Warum klingt die Aufnahme in einer App gut, in einer anderen aber schlecht?

Jede App behandelt Eingänge anders und nutzt teils eigene Filter, Berechtigungen oder Aufnahmeprofile. Prüfe deshalb die Mikrofonfreigabe, das gewählte Gerät und die Audioeinstellungen direkt in der App. Manchmal genügt es schon, die App neu zu starten oder die Aufnahmequalität neu festzulegen.

Wie gehe ich bei einem USB-Mikrofon am besten vor?

Stecke es an einen anderen USB-Port und verwende möglichst keinen überlasteten Hub. Danach hilft ein Blick in die Betriebssystem-Einstellungen, ob das Gerät korrekt erkannt wurde und als Standardaufnahmequelle dient. Wenn das Mikrofon eine eigene Gain-Regelung hat, sollte sie nicht zu weit aufgedreht sein.

Was ist bei kabellosen Mikrofonen besonders wichtig?

Hier spielen Akku, Funkverbindung und Reichweite eine große Rolle. Prüfe, ob Sender und Empfänger sauber gekoppelt sind und ob sich andere Funkquellen in der Nähe stören. Schon eine halb volle Batterie kann die Tonqualität so verschlechtern, dass das Nutzsignal von Nebengeräuschen überlagert wird.

Kann Software auf dem Gerät selbst dafür sorgen, dass nur noch Störgeräusche aufgenommen werden?

Ja, Updates, Datenschutzfreigaben und Audio-Optimierungen greifen oft direkt in die Aufnahme ein. Nach einem Update lohnt sich ein Blick auf die App-Berechtigungen und auf Funktionen wie Sprachverbesserung, automatische Pegelregelung oder Geräuschunterdrückung. Diese Helfer sind nicht immer bei jedem Mikrofontyp sinnvoll.

Was mache ich, wenn das Problem nur am Laptop auftritt?

Dann sollte zuerst geprüft werden, ob der richtige Eingang gewählt wurde und ob interne sowie externe Mikrofone sich gegenseitig ausbremsen. Manche Geräte schalten nach einem Headset-Wechsel nicht sauber um. Auch Energiesparfunktionen können Audioanschlüsse zeitweise dämpfen oder deaktivieren.

Wann lohnt sich Reparatur oder Austausch?

Wenn das Mikrofon an mehreren Geräten gleich schlecht klingt, das Kabel sichtbar beschädigt ist oder der Funkempfänger dauerhaft aussetzt, spricht viel für einen Austausch. Bei teureren Geräten kann sich eine Reparatur lohnen, vor allem wenn nur Stecker, Kabel oder Akku betroffen sind. Bei einfachen Modellen ist ein Ersatz oft schneller und zuverlässiger.

Wie vermeide ich erneut solche Aufnahmeprobleme?

Halte Treiber, Apps und Betriebssystem aktuell, aber prüfe nach jedem Update die Audioeinstellungen erneut. Bewährt hat sich außerdem ein kurzer Funktionstest vor wichtigen Aufnahmen. So erkennst du früh, ob sich Pegel, Anschluss oder Berechtigungen verändert haben.

Fazit

Eine Aufnahme voller Störgeräusche hat meist eine gut eingrenzbare Ursache, und mit einer sauberen Reihenfolge lässt sich das Problem oft schnell lösen. Prüfe erst die Verbindung, dann die Eingänge, anschließend die Software und zuletzt das Mikrofon selbst. Wer diese Schritte ruhig nacheinander durchgeht, kommt in den meisten Fällen rasch wieder zu einer klaren Sprachaufnahme.

Checkliste
  • Wähle in der App ausdrücklich das richtige Mikrofon aus.
  • Teste das Mikrofon in einer zweiten Anwendung oder im Aufnahmebereich des Systems.
  • Ziehe Stecker, Adapter und Verlängerungen einmal ab und stecke sie sauber neu ein.
  • Reduziere die Eingangsverstärkung, falls sie sehr hoch eingestellt ist.
  • Teste nach Möglichkeit ein anderes Kabel, einen anderen Port oder ein anderes Headset.

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